Berichte von vergangenen Veranstaltungen


Weihnachtsplätzchen backen mit Geflüchteten und deren Paten - eine sehr subjektive Chronologie

17.45 Unsere Patenfamilie A. abholen, Mama und zwei Kinder fahren mit uns in die Wilhelm-Busch- Straße 18.00 Viele Menschen im BsB-Raum- erste Orientierung –( „da ist ja Isi! Was jetzt?“)

18.10 Rezepte schreiben und aufhängen, vorbereitete Zutaten suchen

18.15 Es geht los! Zutaten gefunden, Teig wird zubereitet, Frau A. und meine Frau arbeiten Hand in Hand

Tochter Z. und Sohn A. reiben und mahlen Schokolade – weitere Kinder bemühen sich im Mitarbeit (Bist du der Hermann? Können wir helfen?) –auch sie werden kurzzeitig mit Arbeit versorgt

18.45 Eine Frau aus Somalia sucht Öl- ( „kein Öl da? Kein Problem- ich hole“) Vor allem weibliche Teilnehmer arbeiten fest mit, junge Männer schauen mehrheitlich zu, unterhalten sich, hören sehr laut Musik

19.00 Unser Teig ist fertig, ab in den Ofen, Fußmarsch mit dem Blech ca. 100m zur Gemeinschaftsküche, ein Ofen ist schon vorgeheizt, Blech in den Ofen, wir haben den vorgeheizten Ofen eines kurdischen Mitbewohners okkupiert, der sein Fladenbrot backen wollte („kein Problem, kann warten“)

Herrliche Ruhe in der Gemeinschaftsküche, aber die meisten Backbleche passen nicht in die Öfen – Isabell sucht passende Backbleche im Haus

19.30 Unsere zwei Bleche mit Schokoladenschnitten sind fertig, Bestreichen mit flüssiger Schokolade und verzieren, abkühlen lassen am Fensterbrett, aufräumen

20.00 Auch die anderen Teilnehmer haben ihre Plätzchen fertig, viele Teller stehen auf den Tischen

20.15 Wir nehmen für unsere Patenfamilie Plätzchen mit und bringen die drei nach Hause

 

Unser persönliches Fazit:

Auch gemeinsames Backen mit Menschen aus anderen Ländern kann zusammenführen – es entstanden einige sprachlichen Kontakte mit geflüchteten Menschen – es gab keinerlei Berührungsängste von beiden Seiten – nur uns beiden Alten war die Musik im BsB-Raum zu laut

 

Danke an Isabel und Isi für die Intiative und die Vorbereitung!

 

Hermann

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Bunte Handabdrücke gegen Rassismus

Handschuh anziehen, etwas Farbe drauf und dann fest auf das weiße Tuch drücken. So einfach konnten die Bayreuther BürgerInnen und Passanten am Donnerstag, 17. März, ihr ganz persönliches Zeichen gegen Rassismus setzen. Von 12 bis 18 Uhr standen Mitglieder von Bunt statt Braun an einem Infostand ggü. des Dinos in der Maxstraße und animierten die vorbeikommenden mit ihrem Handabdruck neben dem Spruch „Bayreuth ist BUNT“ ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen.

Natürlich wurde dabei auch fleißig über Bunt statt Braun informiert und geworben. 

 

Schon zwei Tage später kam das das entstandene Banner zum Einsatz bei einem Flashmob im Rotmain-Center und einer Demo gegen die Filmvorführung der AfD im Schwenk-Saal. Auch in Zukunft wird es sicher bei den vielen Aktionen von Bunt statt Braun zu sehen sein.

 

Wir bedanken uns bei allen die mitgemacht haben und freuen uns sehr darüber, dass so viele Bayreuther ohne zu Zögern bereit waren mitzumachen. Unser Fazit: Bayreuth ist BUNT! Vielen Dank auch an alle Helfer am Stand.