Willkommen auf der Seite von

Bunt statt Braun – gemeinsam stark für Flüchtlinge e.V.

 

Aus einer jetzt schon 20 Jahre alten studentischen Initiative mit Christel Stein, ist im Jahre 2009 unser Verein entstanden. Dessen 300 Mitglieder machen sich in Bayreuth gemeinsam mit und für geflüchtete(n) Menschen stark.

 

Integration geschieht nicht von heute auf morgen und erfordert von beiden Seiten gegenseitiges Zuhören, Kennenlernen und Unterstützen. Sie hat das Ziel, allen Menschen ein friedliches Leben in Würde zu ermöglichen und eine vielfältige Gemeinschaft zu bilden.

 

Deshalb bieten wir neben den klassischen Unterstützungsangeboten, wie Nachhilfe und Sprachfreundschaften auch unterschiedliche Begegnungsmöglichkeiten, z.B. im internationalen Café, im Nähcafe und in der Fußballgruppe.

 

So möchten wir von der ersten Begegnung bis zur mehrjährigen Begleitung einen Beitrag zur Integration von geflüchteten Menschen in Deutschland leisten.

 

Außerdem organisieren wir regelmäßig Informations- und Begegnungsveranstaltungen und setzen uns durch eine mutige Öffentlichkeitsarbeit gegen Diskriminierung und Rechtsextremismus ein.

 

Mit Erfolg: 2014 wurden wir für unsere Arbeit mit dem Sozialpreis der Stadt Bayreuth ausgezeichnet.

 

Setze auch Du ein Zeichen für Integration - Werde Teil unseres Teams und hilf uns, Bayreuth ein Stück bunter zu machen! Kontaktiere einfach die jeweilige Gruppenkoordination oder schreib eine Mail an kontakt@buntstattbraun-bt.de. Genauere Informationen zu den einzelnen Angeboten und Gruppen finden sich unter „Arbeitsfelder“.

Weiterdenken-Wochenende auf Schloss Schney

 Vom 23. bis zum 25. Februar nehmen wir uns ein Wochenende Zeit, um Bunt statt Braun gemeinsam weiterzudenken. Das Wochenende werden wir in der Frankenakademie Schloss Schney in Lichtenfels verbringen. Wir wollen das Wochenende dafür nutzen, gemeinsam über das vergangene Jahr zu reflektieren, uns darüber auszutauschen wie es uns mit unserer Arbeit gerade geht, wo wir stehen, wie wir unser Engagement weiterhin gestalten können und wollen und auf welche Stärken wir uns dabei besinnen. Wir würden uns sehr freuen, wenn viele von Euch mitkommen! Vor allem, wenn ihr euch vorstellen könnt, im Vorstand mitzumachen, wäre es super, wenn ihr Zeit findet. Schloss Schney will bald die Anzahl der Teilnehmer*innen wissen, schreibt mir deshalb einfach, wenn ihr mitkommen wollt (am besten mit Angabe zum Essen, wer nichts sagt, bekommt vegetarisches Essen), dann melde ich Euch an.

 

Viele Grüße

Fiona

Mitglieder für den Vorstand gesucht!

Am 10. Januar um 19:00 findet unsere Jahreshauptversammlung statt (gesonderte Einladung folgt noch) und wie jedes Jahr freuen wir uns, wenn einige von Euch gerne im Vorstand mitarbeiten möchten. Besondere Fähigkeiten braucht ihr dazu nicht, hilfreich sind auf jeden Fall Begeisterung und Motivation für die Arbeit bei Bunt statt Braun. Es wäre außerdem super, wenn ihr jede Woche ein paar Stunden Zeit für die Vorstandsarbeit übrig habt, bereit seid, to-dos zu übernehmen und auch eigenständig (wenn nötig natürlich mit Anleitung und Unterstützung) Verantwortung übernehmt und Veranstaltungen etc. organisiert und durchführt. Der Vorstand hat einmal im Monat Sitzung, die Anwesenheit bei diesen Sitzungen wäre wichtig. Damit wir öfter als einmal im Monat Dinge entscheiden können, kommunizieren wir viel per Mail und es wäre wichtig, dass ihr mehrere Mails in der Woche, manchmal auch mehrere am Tag verarbeiten könnt und auch darauf reagiert. Wir freuen uns, wenn Ihr Euch für die Arbeit im Vorstand interessiert, schreibt mir einfach! Und wenn Ihr Lust habt, mal eine Vorstandssitzung anzuschauen (die nächste ist am 8. Januar), dann sagt mir einfach Bescheid und kommt vorbei.

Viele liebe Grüße

Fiona

Baryalai muss bleiben!

Am frühen Morgen des 28. November 2017 wurde unser afghanischer Freund Baryalai in der Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete in Bayreuth von der Polizei festgenommen und in Abschiebehaft verbracht. Wie er vom zuständigen Richter erfahren hat, ist für ihn ein Platz im für den 6.12.2017 geplanten Abschiebeflug nach Afghanistan vorgesehen.

Nachdem seine bisher für ihn zuständige Anwältin per Eilantrag erwirkt hat, dass er aus der Haft entlassen wird, ist Baryalai mittlerweile wieder frei – dennoch droht ihm nach wie vor die Abschiebung.

 

Baryalai ist 26 Jahre alt und lebt seit sechs Jahren in Deutschland. In all den Jahren hat er sich nie etwas zu Schulden kommen lassen, hat immer gearbeitet, wenn er durfte und ist froh, dass er in Deutschland leben kann.

Baryalais Vater war in Afghanistan politisch aktiv. Als der Junge fünf Jahre alt war, wurde die Verfolgung durch die Taliban so gravierend, dass er mit einem Onkel in den Iran floh. Seitdem hat er nichts mehr von seinen Eltern gehört. Er befürchtet dass sie, wie andere Freunde und Familienmitglieder auch, von der Taliban getötet wurden.

Im Iran starb sein Onkel bei einem Autounfall, sodass Baryalai auf sich allein gestellt war.

Als er aus dem Iran nach Afghanistan abgeschoben werden sollte, floh er weiter. Er ist sich sicher, dass die Taliban ihn in Afghanistan töten würden.

2011 kam Baryalai nach Deutschland und stellte hier einen Asylantrag. Gleichzeitig versuchte er, sich eine Zukunft aufzubauen. Nachdem er 2014 für neun Monate beim BfZ einen Deutschkurs besucht und mit Erfolg abgeschlossen hat, besuchte er zwei Jahre lang die Mittelschule, die er 2016 abschloss. Neben der Schule arbeitete er in einem Restaurant. Er erzählt oft, wie viel Spaß ihm die Arbeit dort gemacht habe, da er gerne kocht und im Service arbeitet. Zudem hat er drei Monate als Schweißer gearbeitet. Baryalai ist vielseitig interessiert und kann flexibel in vielen unterschiedlichen Berufen arbeiten. Daher hat er die Zeit als Schweißer ebenso genossen. Er hätte eine Ausbildung zum Automechaniker antreten können, leider erteilte ihm die Ausländerbehörde keine Beschäftigungserlaubnis. Das macht  ihn sehr traurig. Ohne eine sinnvolle Aufgabe zu sein, das kann er sich nicht vorstellen. Für seine Zukunft in Deutschland wünscht er sich nichts sehnlicher, als eine Ausbildung machen und arbeiten zu dürfen.

Baryalai arbeitet immer weiter an seinem Deutsch, damit er sich eine Zukunft in Deutschland aufbauen kann. Er wünscht sich eine Familie, dafür braucht er allerdings, so sagt er, ein sicheres Einkommen, damit er auch für seine Familie sorgen kann. Er ist ein sehr sozialer Mensch, der gerne Kontakt zu anderen pflegt. Jeden Tag trifft er seine Freunde aus Deutschland, Afghanistan und Russland. Sie sind, so sagt er, seine Familie in Deutschland.

Baraylais Geschichte aus der Zeit in seiner Heimat und über sein Leben in Deutschland macht deutlich: Er ist ein Mitglied unserer Gesellschaft. Er ist in Deutschland angekommen, wo er sich zu Hause fühlt und ein Leben in Sicherheit verbringen möchte. Er hat hart gearbeitet, um sich dieses Leben zu schaffen und hat die Hoffnung nie aufgegeben, dass ihm eine Zukunft in Deutschland möglich ist. Diese Chance darf ihm nicht genommen werden! Baryalai darf nicht abgeschoben werden!

Erst ein Abkommen der EU mit Afghanistan machte Ende 2016 Abschiebungen nach Afghanistan wieder möglich. Das Land ist aber keineswegs sicherer geworden; Die Zahl der bei getöteteten Zivilisten in Afghanistan steigt seit Jahren stetig an. Im ersten Halbjahr 2017 gab es bereits fast so viele Tote wie im gesamten Vorjahr. Erst als Ende Mai auch die Deutsche Botschaft in Kabul Ziel eines Anschlags wurde, schränkte der Bundestag die Abschiebungen nach Afghanistan ein. Zwar sind Abschiebungen, trotz der sich immer weiter verschlechternden Sicherheitslage, weiterhin möglich. Die Abschiebungen wurden aber eingegrenzt auf Straftäter, Gefährder und Identitätstäuscher. Die neue Lagebeurteilung, der der Bundestag zugestimmt hat, können Sie hier nachlesen. Baryalai ist nicht vorbestraft, kein Gefährder und er hat seine Geburtsurkunde der Ausländerbehörde vorgelegt. Es ist uns unverständlich, warum das Innenministerium trotzdem versucht, ihn abzuschieben.

 

Um die bevorstehende Abschiebung abzuwenden, hat Baryalai einen weiteren Anwalt eingeschaltet, der nun versucht, seinen Aufenthalt in bei uns zu sichern. Die Kosten für den Anwalt belaufen sich auf 2000 Euro. Wer dazu etwas beitragen möchte, kommt hier zur Spendenplattform.

 

Organisator*innen gesucht für eine Spendenaktion für Kurden im Irak

Silan und Tatiana möchten die Kurden im Irak unterstützen und dafür eine Spendenaktion starten. Sie würden sich zur Unterstützung über ein (minimal) internetaffines Team freuen, mit dem sie einen Plan entwickeln und umsetzen möchten. Denkbar wären die Einrichtung eines Online-Spendenprojekt, das Geld für ein Projekt im Irak sammelt oder das Promoten eines bereits vorhandenen Projekts. Für Eure Anregungen und Ideen sind Silan und Tatiana offen. Also, wenn Ihr Interesse und am besten noch ein bisschen Zeit vor Weihnachten habt, dann meldet Euch bei Tatiana und Silan (tatianaschmid@gmx.de), beide würden sich sehr freuen!

Bunt statt Braun-Basics - Basisschulunge für Engagierte und Neueinsteiger*innen