Baryalai muss bleiben!

Am frühen Morgen des 28. November 2017 wurde unser afghanischer Freund Baryalai Salimi in der Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete in Bayreuth von der Polizei festgenommen und in Abschiebehaft verbracht. Wie er vom zuständigen Richter erfahren hat, ist für ihn ein Platz im für den 6.12.2017 geplanten Abschiebeflug nach Afghanistan vorgesehen.

Nachdem seine bisher für ihn zuständige Anwältin per Eilantrag erwirkt hat, dass er aus der Haft entlassen wird, ist Baryalai mittlerweile wieder frei – dennoch droht ihm nach wie vor die Abschiebung.

 

Baryalai ist 26 Jahre alt und lebt seit sechs Jahren in Deutschland. In all den Jahren hat er sich nie etwas zu Schulden kommen lassen, hat immer gearbeitet, wenn er durfte und ist froh, dass er in Deutschland leben kann.

Baryalais Vater war in Afghanistan politisch aktiv. Als der Junge fünf Jahre alt war, wurde die Verfolgung durch die Taliban so gravierend, dass er mit einem Onkel in den Iran floh. Seitdem hat er nichts mehr von seinen Eltern gehört. Er befürchtet dass sie, wie andere Freunde und Familienmitglieder auch, von der Taliban getötet wurden.

Im Iran starb sein Onkel bei einem Autounfall, sodass Baryalai auf sich allein gestellt war.

Als er aus dem Iran nach Afghanistan abgeschoben werden sollte, floh er weiter. Er ist sich sicher, dass die Taliban ihn in Afghanistan töten würden.

2011 kam Baryalai nach Deutschland und stellte hier einen Asylantrag. Gleichzeitig versuchte er, sich eine Zukunft aufzubauen. Nachdem er 2014 für neun Monate beim BfZ einen Deutschkurs besucht und mit Erfolg abgeschlossen hat, besuchte er zwei Jahre lang die Mittelschule, die er 2016 abschloss. Neben der Schule arbeitete er in einem Restaurant. Er erzählt oft, wie viel Spaß ihm die Arbeit dort gemacht habe, da er gerne kocht und im Service arbeitet. Zudem hat er drei Monate als Schweißer gearbeitet. Baryalai ist vielseitig interessiert und kann flexibel in vielen unterschiedlichen Berufen arbeiten. Daher hat er die Zeit als Schweißer ebenso genossen. Er hätte eine Ausbildung zum Automechaniker antreten können, leider erteilte ihm die Ausländerbehörde keine Beschäftigungserlaubnis. Das macht  ihn sehr traurig. Ohne eine sinnvolle Aufgabe zu sein, das kann er sich nicht vorstellen. Für seine Zukunft in Deutschland wünscht er sich nichts sehnlicher, als eine Ausbildung machen und arbeiten zu dürfen.

Baryalai arbeitet immer weiter an seinem Deutsch, damit er sich eine Zukunft in Deutschland aufbauen kann. Er wünscht sich eine Familie, dafür braucht er allerdings, so sagt er, ein sicheres Einkommen, damit er auch für seine Familie sorgen kann. Er ist ein sehr sozialer Mensch, der gerne Kontakt zu anderen pflegt. Jeden Tag trifft er seine Freunde aus Deutschland, Afghanistan und Russland. Sie sind, so sagt er, seine Familie in Deutschland.

Baraylais Geschichte aus der Zeit in seiner Heimat und über sein Leben in Deutschland macht deutlich: Er ist ein Mitglied unserer Gesellschaft. Er ist in Deutschland angekommen, wo er sich zu Hause fühlt und ein Leben in Sicherheit verbringen möchte. Er hat hart gearbeitet, um sich dieses Leben zu schaffen und hat die Hoffnung nie aufgegeben, dass ihm eine Zukunft in Deutschland möglich ist. Diese Chance darf ihm nicht genommen werden! Baryalai darf nicht abgeschoben werden!

Erst ein Abkommen der EU mit Afghanistan machte Ende 2016 Abschiebungen nach Afghanistan wieder möglich. Das Land ist aber keineswegs sicherer geworden; Die Zahl der bei getöteteten Zivilisten in Afghanistan steigt seit Jahren stetig an. Im ersten Halbjahr 2017 gab es bereits fast so viele Tote wie im gesamten Vorjahr. Erst als Ende Mai auch die Deutsche Botschaft in Kabul Ziel eines Anschlags wurde, schränkte der Bundestag die Abschiebungen nach Afghanistan ein. Zwar sind Abschiebungen, trotz der sich immer weiter verschlechternden Sicherheitslage, weiterhin möglich. Die Abschiebungen wurden aber eingegrenzt auf Straftäter, Gefährder und Identitätstäuscher. Die neue Lagebeurteilung, der der Bundestag zugestimmt hat, können Sie hier nachlesen. Baryalai ist nicht vorbestraft, kein Gefährder und er hat seine Geburtsurkunde der Ausländerbehörde vorgelegt. Es ist uns unverständlich, warum das Innenministerium trotzdem versucht, ihn abzuschieben.

 

Um die bevorstehende Abschiebung abzuwenden, hat Baryalai einen weiteren Anwalt eingeschaltet, der nun versucht, seinen Aufenthalt in bei uns zu sichern. Die Kosten für den Anwalt belaufen sich auf 2000 Euro. Wer dazu etwas beitragen möchte, kommt hier zur Spendenplattform.

 

Organisator*innen gesucht für eine Spendenaktion für Kurden im Irak

Silan und Tatiana möchten die Kurden im Irak unterstützen und dafür eine Spendenaktion starten. Sie würden sich zur Unterstützung über ein (minimal) internetaffines Team freuen, mit dem sie einen Plan entwickeln und umsetzen möchten. Denkbar wären die Einrichtung eines Online-Spendenprojekt, das Geld für ein Projekt im Irak sammelt oder das Promoten eines bereits vorhandenen Projekts. Für Eure Anregungen und Ideen sind Silan und Tatiana offen. Also, wenn Ihr Interesse und am besten noch ein bisschen Zeit vor Weihnachten habt, dann meldet Euch bei Tatiana und Silan (tatianaschmid@gmx.de), beide würden sich sehr freuen!

Bunt statt Braun-Basics - Basisschulunge für Engagierte und Neueinsteiger*innen

Traumaberatung in der Wilhelm-Busch-Straße

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Plakat Traumaberatung ab September
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Herzliche Einladung zum Neueinsteiger*innentreffen

Wir möchten alle an Bunt statt Braun Interessierten herzlich zu unserem Treffen für Neueinsteiger*innen einladen!

 

Was haben wir vor?

 

Ihr habt die Gelegenheit, den Verein Bunt statt Braun und dessen Arbeitsfelder durch die jeweiligen Gruppenkoordinator*innen kennenzulernen.

 

Wir informieren euch, wie ihr euch engagieren könnt und stellen erste Kontakte her.

 

Ihr bekommt die Möglichkeit, als Neueinsteiger*innen im lockeren Austausch miteinander in Kontakt zu treten und euch über eure Erwartungen an die ehrenamtliche Arbeit auszutauschen.

 

Interessiert?

 

Dann kommt am 25.10.17 um 19 Uhr zur Evangelischen Studierendengemeinde (Richard-Wagner-Straße 24). Wir freuen uns über eine Anmeldung unter kontakt@buntstattbraun-bt.de.

 

Für Essen (vegetarisch/vegan) und Trinken ist gesorgt!

 

Wir freuen uns auf einen spannenden Abend mit euch!

 

Unterstützer*innen für Wohnungssuche gesucht

Für die Unterstützung bei der Wohnungssuche für Geflüchtete suchen wir Ehrenamtliche, die:

 

Wohnungsangebote suchen

Vermieter kontaktieren

Besichtigungstermine vereinbaren und zu diesen begleiten

ggf. Mietkostenübernahmen mit dem Jobcenter klären

bei der Wohnungsausstattung und beim Umzug helfen

 

Um eine regelmäßige Anlaufstelle und einen gemeinsamen Treffpunkt für Suchende und Unterstützende zu haben, treffen wir uns immer mittwochs ab 17:00 Uhr im Transition Haus in Bayreuth (Ludwigstraße 24). Die regelmäßigen Treffen finden ab 4. Oktober wieder statt.

Es ist hilfreich Anzeigen aus Zeitungen mitzubringen. Und da es freies WLAN gibt, helfen auch Laptops und Smartphones für die Suche nach Anzeigen im Internet.

 

Wir freuen uns über Unterstützer*innen, die regelmäßig zu den Mittwochstreffen kommen aber es können auch gut und gerne individuelle Termine mit den Wohnungssuchenden vereinbart werden!

 

Kontakt über wohnungssuche@buntstattbraun-bt.de

Ansprechperson: Lars

 

Sprachfreund*innen gesucht!

 

Du hast Spaß an Sprache und Lust eine*n Geflüchtete*n näher kennen zu lernen oder du bist neu in Bayreuth und Deutschland, möchtest dein Deutsch verbessern und dich regelmäßig mit einer deutschsprachigen Person treffen?

Dann geh doch eine Sprachfreundschaft ein!

Sprachfreundschaftspaare, also eine geflüchtete und eine deutschsprachige Person, treffen sich regelmäßig nach individueller Absprache, aber mindestens einmal pro Woche. Was genau ihr dann macht, hängt ganz von euch ab. Möglichkeiten sind Deutsch lernen, Briefe übersetzen, bei Behördengängen unterstützen, Sport machen, gemeinsam zu Veranstaltungen gehen, kochen oder einfach nur Zeit gemeinsam zu verbringen.

Durch den direkten Kontakt zwischen zwei Menschen entsteht ein Austausch über gesellschaftlich gezogene Grenzen hinweg und ein beidseitiger Lernprozess kann angestoßen werden. Darüber hinaus entwickeln sich oft besondere Freundschaften, die auch ohne gemeinsame Sprache bestehen können.

Voraussetzungen sind vor allem Interesse an Menschen und anderen Sprachen. Natürlich können auch Kenntnisse in einer anderen Sprache als Deutsch hilfreich sein und es können sich auch Sprachtandems bilden, in denen die Sprache des jeweils anderen gelernt wird.

Um die Vermittlung zumindest in den Grundlagen für beide passend zu gestalten, schreib uns doch bei Interesse bitte deinen Namen, Handynummer, Alter, Geschlecht und ggf. Fremdsprachenkenntnissen oder Auslandsaufenthalte.

Als offenes Angebot für alle, die sich für eine Sprachfreundschaft, ein Tandem oder eine Patenschaft interessieren, gibt es Vermittlungstreffen, bei denen du sowohl uns vom Koordinationsteam als auch andere Interessierte und mit ein bisschen Glück eine*n "geeignete*n" Partner*in kennen lernst, Fragen loswerden und Informationen bekommen kannst. Komm einfach vorbei oder schreib eine Email an sprachfreundschaften@buntstattbraun-bt.de.

Das Treffen findet  regelmäßig dienstags um 18:00 im Transition Haus in der Ludwigstr. 24 statt.

Wir freuen uns auf euch,

Euer Koordinationsteam

Abd, Nici, Jana, Andy, Karoline und Andras

 

Filmvorführung "Les Sauteurs-Those Who Jump"

„Les Sauteurs — Those who jump“ (2016)
---Regardez en bas pour la version francaise
---Look beneath for English version


DEUTSCH
Es gibt viele Wege um von Afrika nach Europa zu gelangen. Ein Touristen-Visum ist dabei eher die Ausnahme als die Regel, auch ein Visum zum Studieren ist einer Minderheit vergönnt. Dass immer wieder unzählige Menschen im Mittelmeer bei dem Versuch nach Europa zu gelangen ertrinken, wissen wir alle. Doch es gibt auch andere, vielleicht nicht weniger gefährliche Wege. Einen davon hat Abou Bakar Sidibé aus Mali nicht nur bestritten, sondern auch gefilmt als Protagonist, Kameramann und Ko-Regisseur in einem. Spanien hat zwei Enklaven auf dem afrikanischen Festland, Melilla und Ceuta. Beide sind durch Hochsicherheitszäune von Marokko abgeschnitten. Immer wieder versuchen Menschen über die Zäune zu klettern, was alles außer ein einfaches Unterfangen ist. Zwei Regisseure, ein Deutscher und ein Däne, haben Abou eine Kamera gegeben, damit er das Leben der Menschen, die sich auf die Grenzüberschreitung vorbereiten und oft sehr lange Zeit in den Camps im Wald nahe der Grenze leben, filmt. Das besondere des Films ist die Perspektive von jemanden, der das Vorhaben der Anderen teilt, der einer von ihnen ist. Dadurch ist „Les sauteurs“ auch ein sehr persönlicher, teilweise emotionaler Film. Dem entgegengesetzt wird die entmenschlichte Perspektive der spanischen Überwachungskameras. Nach mehreren missglückten Versuchen hat es Abou irgendwann geschafft, heil nach Europa durch zu kommen und lebt heute in Bayern, Kempten. Er wird bei der Filmvorführung anwesend sein und gerne auch noch nach dem Film Fragen beantworten. Westafrikanische Kora-Musik gespielt von Ablaye Kouyaté wird den Abend musikalisch begleiten.
21. Oktober, 19 Uhr im Iwalewahaus, Eintritt frei, Französisch und Bambara mit deutschen Untertiteln, 79 Minuten
Organisiert von Model African Union e.V. in Kooperation mit Bunt Statt Braun e.V., dem Projekt "Hand in Hand" von Stadt und Landkreis Bayreuth und finanziell unterstützt über Demokratie Leben.


FRANÇAIS
Il existe différentes voies pour se rendre en Europe à partir de l’Afrique. Le visa touriste est plus une exception qu’une règle, le visa étudiant est accordé à une minorité chanceuse et chaque jour un nombre incalculable de personnes se noie dans la mer Méditerranée lors de la traversée vers Europe. Il existe encore d'autres moyens, peut-être pas moins dangereux. En tant que protagoniste et co-réalisateur, Abou Bakar Sidibé a non seulement fait le voyage, mais a également filmé son parcours depuis Mali. L'Espagne compte deux enclaves sur le territoire africain, Melilla et Ceuta. Les deux sont séparés du Maroc par des clôtures de haute sécurité. Régulièrement, les voyageurs essaient de franchir les barrières, ce qui n’est pas du tout facile. Deux réalisateurs, allemand et danois, ont donné une caméra à Abou afin qu'il puisse filmer la vie quotidienne de ces voyageurs qui séjournent assez longtemps dans les camps de la forêt près de la frontière, préparant leur prochaine traversée. Ce film a la particularité de présenter le point de vue d’un individu qui partage son intention de franchir les barrières. Le film devient ainsi très personnel et parfois émouvant. Un point de vue qui contraste avec la perspective inhumaine des caméras de contrôle des frontières espagnoles. Après plusieurs tentative ratés, Abou a réussi à franchir la frontière et vit aujourd'hui à Kempten en Bavière. Il sera présent à la soirée du film et sera ravi de répondre à nos questions après le film. La Kora d'Afrique de l'Ouest jouée par Ablaye Kouyaté agrémentera cette riche soirée.
Le film est en français et en bambara avec des sous-titres allemands.
Cet évènement est organisé en partenariat avec Bunt statt Braun e.V., le projet «Hand in Hand (Main dans la main)» de Stadt und Landkreis Bayreuth et soutenu financièrement par Demokratie Leben.


ENGLISH
There are lots of different ways to enter Europe from Africa. A tourist visa is more the exception than the rule, a study visa is granted to a lucky minority. We all know that again and again an uncountable number of people drowns in the Mediterranean Sea while trying getting into Europe. But there are other, maybe not less dangerous ways. One of them was not only gone through but also filmed by Abou Bakar Sidibé from Mali being also the protagonist and the co-director at the same time. Spain has two enclaves at the African territory, Melilla and Ceuta. Both are separated from Morocco through high-security fences. Regularly, People try to climb the barriers which is everything but easy. A German and a Danish director gave a camera to Abou so that he can film the daily life of the people living often for a quite long time in the camps in the forest near the border preparing their next trial to cross the border. What makes this film so special is the perspective from somebody sharing the intention to cross the barriers. This makes the movie very personal and sometimes emotional which is contrasted by the inhumane perspective of the Spanish border control cameras. After several failed trials Abou succeeded in crossing the border and today he lives in Bavaria, Kempten. He will be present at the showing of film and will be pleased to answers our questions after the film. West-African Kora music played by Ablaye Kouyaté will accompany the evening.
21. October, 19:00 pm, free entry, the film is in French and Bambara and has German subtitles.
Organised by Model African Union e.V. in cooperation with Bunt Statt Braun e.V. , the project "Hand in Hand" von Stadt und Landkreis Bayreuth and financially supported by Demokratie Leben.

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Filmbeschreibung auf Deutsch, Englisch und Französisch
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Einladung Vernetzungstreffen oberfränkischer Unterstützergruppen am 23. und 24. September 2017

Liebe Aktive in der Asylarbeit,
 
die Sommerferien stehen vor der Tür - wir möchten neue Kraft sammeln und uns für die künftige Arbeit stärker zusammenschließen und bitten, folgenden Termin für ein Vernetzungstreffen oberfränkischer Unterstützergruppen vorzumerken:
 
am Samstag, 23. und Sonntag, 24.September
in der Franken-Akademie Schloß Schney bei Lichtenfels
Wir wollen Erfahrungen und Informationen austauschen, uns besser kennenlernen und uns gegenseitig zu unterstützen!
Vorläufiges Programm
Sa 23.09.2017
9:00-10:00 Begrüßung, Vorstellung
10:00-12:00 Alexander Thal, Bayerischer Flüchtlingsrat zur aktuellen Asylsituation in Bayern
Mittagspause
13:00-15:30 verschiedene Workshops/WorldCafé zur ZAB, zu  Afghanistan, zu Best-Practice-Beispiele und zu zukünftiger Vernetzung
Kaffeepause
16:00-17:00 Sicherung der Ergebnisse
17:00-18:00 Ausblick und Diskussion
 Abendessen und gemütlicher Teil
So 24.09.2017 
9:00-12:00 Vortrag von Dipl.-Psych. Hans Berwanger "Emotionales Selbstmanagement für (ehrenamtliche) Flüchtlingshelfer" 
 
Kosten: 10 € Eigenanteil + 10 € Einzelzimmerzuschlag. Genaueres Programm bei Anmeldung.
 
Wir freuen uns, wenn viele von Ihnen und Euch kommen und teilnehmen können, denn gemeinsam sind wir stärker!
Anmeldungen bis zum 14.9 unter Angabe ob Einzelzimmer oder Doppelzimmer gewünscht bitte an: kontakt@buntstattbraun-bt.de

Café International sucht Unterstützung und Kuchen

Das Café International sucht zur Unterstützung Ehrenamtliche, die Spaß am Umgang mit Menschen haben, gut auf Menschen zugehen können, vielleicht die eine oder andere Fremdsprache sprechen und einigermaßen regelmäßig da sein können.
Wir freuen uns auch, wenn jemand gelegentlich einen Kuchen backen und ins Café bringen kann. (Auslagen werden erstattet.)

 

Wo?
Gemeinschaftsunterkunft Wilhelm-Busch-Str. 5, Sozialraum EG
Wann?
Mittwoch, 16.30 bis 18.00 Uhr
Freitag, 16.30 bis 18.30 Uhr
Team:
Conny Hersch, Ramona Prodöhl, Marianne Esser (cafeinternational@buntstattbraun-bt.de)

 

Schaut einfach mal bei uns vorbei!

Lesung: "Mut zu neuen Wegen"

Said Azami, ein afghanischer Asylbewerber, der seit fast drei Jahren in Deutschland lebt, hat gemeinsam mit der Schwetzinger Stadträtin Raquel Rempp seine ganz besondere Lebensgeschichte zu Papier gebracht: Die Geschichte eines Mannes, der aus seinem Land fliehen, seine Heimat verlassen musste. Das Buch umfasst viele geschichtliche, politische und menschliche Erzählungen und gewährt dem Leser zugleich Einblicke in eine für uns Mitteleuropäer völlig fremde Kultur und Welt. Es lässt uns schonungslos teilhaben an den Ängsten und Erfahrungen der Menschen in Afghanistan.

Said Azami spart nicht an ehrlicher Kritik am System. Darüber hinaus äußert er seine Träume und Wünsche in klaren Worten wie auf poetische Weise. Der Autor erzählt über seine zum Teil brutale Kindheit, über sein Leben als Jugendlicher in Afghanistan, über die lebensgefährliche Flucht über hohe Gebirge, dunkle Wälder, tiefe Täler und wilde Ozeane. Er beschreibt sein Ankommen in Europa, vor allem in Deutschland. Said Azami lässt den Leser teilhaben an seinen Gefühlen: Wie es war als Sohn eines Mullahs in einem kleinen Dorf im Norden Afghanistans zu leben, den Einmarsch der Sowjetunion ins Land miterleben zu müssen, am eigenen Leib die Bürgerkriege der Mudschaheddin und der Taliban zu erfahren sowie den Verlust der Eltern und vieler anderer Familienangehörigen ertragen zu müssen. Er berichtet uns über den harten Kampf ums Überleben.
Said Azami und Raquel Rempp lesen gemeinsam aus dem Buch "Mut zu neuen Wegen".

Die Lesung findet am 30. September um 19:00 im evangelischen Bildungswerk, Richard Wagner Straße 24 statt.

Sarah - Praktikantin bei Bunt statt Braun

Liebe Mitarbeiter*innen bei Bunt statt Braun,

 

ich bin Sarah und seit ein paar Wochen Praktikantin bei Bunt statt Braun. Ich absolviere das Praktikum im Rahmen meines Studiums der Erziehungswissenschaften. Ich habe 2014 begonnen, in Bayreuth zu studieren und werde im kommenden Semester meinen Bachelor machen.

Da ich durch mein Studium schon einige theoretische Erfahrungen in der Arbeit mit Geflüchteten und Migranten erlangen konnte, freue ich mich nun darauf, mir durch die Arbeit bei Bunt statt Braun, die schon länger mein Wunsch war, praktisches Wissen anzueignen.

Mit Menschen zusammenarbeiten zu können, ist etwas, was mir schon immer Spaß macht. Wenn ihr also Unterstützung bei Projekten benötigt, meldet euch gerne bei mir!

Sarah

Das zweite Röhrenseefest - ein paar Impressionen

Traumaberatung für Geflüchtete und Ehrenamtliche

Unser neuer Sozialraum ist fertig

 

Ein Traum ist diese Woche wahrgeworden, Christel Stein hat lange dafür gekämpft:
 
Unser Sozialraum in der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber (EG, Raum 4) ist fertig!
Im Frühjahr war bereits eine Küchenzeile von Möbel Hertel aufgebaut worden.
Unter den umlaufenden Arbeitsplatten - der Raum wurde früher von der Regierung genutzt, um Sachleistungs-Essenspakete zu packen - sind jetzt von einem Schreiner Unterschränke mit Böden und z.T. verschließbaren Türen eingebaut worden. Der große Tisch wurde geteilt, so dass er variabler ist und zur Seite gestellt bzw. gestapelt werden kann.
Der Raumeindruck ist jetzt hell und freundlich, er wirkt einladend und dank der Bilder der Kindermalgruppe kreativ und sehr angenehm!
Wir sind froh, dass die Gemeinschaftsunterkunft jetzt endlich einen Gemeinschaftsraum hat!
 
Herzlichen Dank an alle, die immer daran geglaubt und nicht nachgelassen haben:
Christel Stein, Günther Hinterobermeier, Armin Brata für Einsatz und Gespräche bei und mit der Regierung
die Hausverwalter der GU, die diese Idee mitgetragen haben
Conny Hersch und Ramona Prodöhl für Planung bei Möbel Hertel (UND jüngst für tatkräftiges Aufräumen!)
Silvia Bock-Ende und Kerstin Hofner & Team für gute Gestaltungsideen und die wunderbaren Bilder der Samstags-Malgruppe
und natürlich der Schreinerei "michels feine möbel" und unserem Mitglied Christian Haas für Planung und Einbau der Unterschränke
- und allen, die uns bei diesem Projekt finanziell unterstützt haben!
 
Der Raum wurde von Anfang an für die Ehrenamtsarbeit gut genutzt, jeden Tag findet dort von 15 - 16:30 der Deutschunterricht der Willkommensgruppe St. Georgen statt, z.T. in zwei Gruppen auch im Nebenraum. Mittwochs und Freitags im Anschluß daran Café International mit Conny, Ramona und einem guten Team, das zusammenwirkt - und sehr wunderbaren Kuchen, die immer für alle reichen!
Jeden zweiten Samstag kommt vormittags das Ergotherapeutinnen-Team um Silvia Bock-Ende und Kerstin Hofner zum Malen mit Kindern - und wird stets sehnsüchtig erwartet! Es tut allen gut, sich mit Farben und Formen auszudrücken, Rituale, Sicherheit und Wertschätzung zu erfahren - und häufig Unbewußtes zu Papier zu bringen!
Das Angebot des Kunstmuseums mit Ingrid Seidel, für das wir dankbar sind, wird voraussichtlich auf einen Nachmittags-Termin wechseln, um noch mehr Menschen zu erreichen.
Abends nutzen wir den Raum für die Ehrenamtsarbeit, es finden Besprechungen, Sitzungen, Planungstreffen und Schulungen statt, ebenso einmal monatlich vormittags die große Dienstbesprechung der Caritas mit 10 - 20 Personen.
 
Wir dürfen gespannt sein, was sich noch alles entwickeln wird - und sind dankbar für unseren guten Zusammenhalt und das großes Engagement aller, durch das Visionen wahr werden können!

 

Noch unaufgeräumt-die Schränke im neuen Raum direkt nach dem Einbau
Noch unaufgeräumt-die Schränke im neuen Raum direkt nach dem Einbau
Schon im Frühjahr haben wir eine neue Küche bekommen
Schon im Frühjahr haben wir eine neue Küche bekommen

Wir suchen eine*n Verantwortliche*n für die Rundmail ab Ende Juni!

Jede Woche sollte idealerweise unsere Rundmail mit Informationen über Bunt statt Braun, über aktuelle Entwicklungen in der Asylpolitik und Hinweisen auf Veranstaltungen und Schulungen erscheinen. Leider fehlt uns ab Ende Juni ein*e fleißige*r Schreiber*in für die Rundmail und wir würden uns sehr freuen, wenn Du diese Lücke schließen könntest.

Du solltest dafür zwei bis drei Stunden in der Woche Zeit haben. In dieser Zeit müsstest du die ankommenden Einladungen zu Aktionen von BsB, Hinweise auf externe Veranstaltungen, Informationen zur Asylpolitik etc. ordnen, zusammenfassen, in eine lesbare Form bringen, zu weiterführenden Informationen verlinken und abschicken. Derzeit wird die Rundmail mit googlemail verschickt, das kannst Du Dir aber so einrichten, wie es Dir am liebsten ist.

Wir würden uns sehr über eine*n neue*n Verantwortlichen freuen!

Das Schulungsteam sucht Verstärkung!

Für neue Ehrenamtliche aber auch für bereits länger Engagierte, die sich informieren möchten, bieten wir mehrmals im Jahr Schulungen an. Diese beginnen mit den Basisschulungen und werden idealerweise mit weiterführenden Schulungen zu den verschiedenen Themen ergänzt. Themen, die wir behandeln möchten und die auch Teil der Basisschulung sind, sind der Verein Bunt statt Braun und seine Strukturen, sexuelle Gewalt, Rassismus, Asylrecht und unser Selbstverständnis. Weiterführende Schulungen möchten wir ebenfalls zu diesen Themengebieten anbieten, wobei wir auch für weitere Themen offen sind.

Für das Schulungsteam wäre es gut, wenn du schon ein bisschen Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten hast und dich am besten in einem der genannten Gebiete ein bisschen auskennst oder bereit bist, dich einzuarbeiten. Ansonsten brauchst Du, wenn eine Schulung ansteht, ein paar Stunden Zeit. Es gibt allerdings keine regelmäßigen Treffen, sodass Du dein Engagement relativ flexibel nach Deinen Wünschen gestalten kannst.

Wenn du Interesse hast, melde dich einfach bei David und Fiona (schulungen@buntstattbraun-bt.de). Wir freuen uns!

Nachhilfeteam sucht: Begeisterungsfähige Nachhilfegebende

Die Nachhilfegruppe ist auf der Suche nach neuen Gesichtern für Unterstützung von Kindern geflüchteter Familien.  Wir, die Nachhilfegebenden, bieten eine persönliche Nachhilfe (pro Nachhilfeschüler*in ein*e Nachhilfegebende*r) um all das zu wiederholen, was sonst zu kurz kommen würde.

Je nach Deutschniveau, Alter und Fähigkeit des Kindes sind dies ganz unterschiedliche Fächer. Um eine gewisse Regelmäßigkeit zu schaffen, sollte möglichst jede Woche mindestens eine Stunde Nachhilfe stattfinden.

In der Regel findet die Nachhilfe bei den Kindern zuhause statt. Genaueres zur Nachhilfe bei uns findest du unter:

http://www.buntstattbraun-bt.de/arbeitsfelder/nachhilfe/ ;

kontaktieren kannst du uns per Mail: nachhilfe@buntstattbraun-bt.de.

 

Liebe Grüße Sophia und Raphael

Weihnachtsplätzchen backen mit Geflüchteten und deren Paten - eine sehr subjektive Chronologie

17.45 Unsere Patenfamilie A. abholen, Mama und zwei Kinder fahren mit uns in die Wilhelm-Busch- Straße 18.00 Viele Menschen im BsB-Raum- erste Orientierung –( „da ist ja Isi! Was jetzt?“)

18.10 Rezepte schreiben und aufhängen, vorbereitete Zutaten suchen

18.15 Es geht los! Zutaten gefunden, Teig wird zubereitet, Frau A. und meine Frau arbeiten Hand in Hand

Tochter Z. und Sohn A. reiben und mahlen Schokolade – weitere Kinder bemühen sich im Mitarbeit (Bist du der Hermann? Können wir helfen?) –auch sie werden kurzzeitig mit Arbeit versorgt

18.45 Eine Frau aus Somalia sucht Öl- ( „kein Öl da? Kein Problem- ich hole“) Vor allem weibliche Teilnehmer arbeiten fest mit, junge Männer schauen mehrheitlich zu, unterhalten sich, hören sehr laut Musik

19.00 Unser Teig ist fertig, ab in den Ofen, Fußmarsch mit dem Blech ca. 100m zur Gemeinschaftsküche, ein Ofen ist schon vorgeheizt, Blech in den Ofen, wir haben den vorgeheizten Ofen eines kurdischen Mitbewohners okkupiert, der sein Fladenbrot backen wollte („kein Problem, kann warten“)

Herrliche Ruhe in der Gemeinschaftsküche, aber die meisten Backbleche passen nicht in die Öfen – Isabell sucht passende Backbleche im Haus

19.30 Unsere zwei Bleche mit Schokoladenschnitten sind fertig, Bestreichen mit flüssiger Schokolade und verzieren, abkühlen lassen am Fensterbrett, aufräumen

20.00 Auch die anderen Teilnehmer haben ihre Plätzchen fertig, viele Teller stehen auf den Tischen

20.15 Wir nehmen für unsere Patenfamilie Plätzchen mit und bringen die drei nach Hause

 

Unser persönliches Fazit:

Auch gemeinsames Backen mit Menschen aus anderen Ländern kann zusammenführen – es entstanden einige sprachlichen Kontakte mit geflüchteten Menschen – es gab keinerlei Berührungsängste von beiden Seiten – nur uns beiden Alten war die Musik im BsB-Raum zu laut

 

Danke an Isabel und Isi für die Intiative und die Vorbereitung!

 

Hermann


Basis Veranstaltung

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Tag des Sports für Kinder

Benefizkonzert für Flüchtlingskinder

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"Neue" Kleiderkammer

Liebe Spender/innen,

 

im Laufe dieser Woche wird unsere Kleiderkammer von der Regierung übernommen und in neuen Räumlichkeiten wiedereröffnet. Ihre Spenden können Sie ab sofort täglich zu jeder Uhrzeit in der Erstaufnahme in der Wilhelm-Busch-Straße bei der Security abgeben.

 

Das Team der Kleiderkammer von Bunt statt Braun wird zukünftig in den Räumlichkeiten der ehemaligen Kleiderkammer bei Tee, Kaffee und Kuchen ein nettes Zusammensein mit Geflüchteten anbieten.

 

Die Kleiderkammer bedankt sich für die vielfältigen Spenden und für die großzügige Unterstützung, die Sie uns gegeben haben. Wir bitten darum, auch weiterhin diese Großzügigkeit für die Kleiderkammer der Regierung beizubehalten.

 

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Das Team der Kleiderkammer Bunt statt Braun

Bunte Handabdrücke gegen Rassismus

Handschuh anziehen, etwas Farbe drauf und dann fest auf das weiße Tuch drücken. So einfach konnten die Bayreuther BürgerInnen und Passanten am Donnerstag, 17. März, ihr ganz persönliches Zeichen gegen Rassismus setzen. Von 12 bis 18 Uhr standen Mitglieder von Bunt statt Braun an einem Infostand ggü. des Dinos in der Maxstraße und animierten die vorbeikommenden mit ihrem Handabdruck neben dem Spruch „Bayreuth ist BUNT“ ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen.

Natürlich wurde dabei auch fleißig über Bunt statt Braun informiert und geworben. 

 

Schon zwei Tage später kam das das entstandene Banner zum Einsatz bei einem Flashmob im Rotmain-Center und einer Demo gegen die Filmvorführung der AfD im Schwenk-Saal. Auch in Zukunft wird es sicher bei den vielen Aktionen von Bunt statt Braun zu sehen sein.

 

Wir bedanken uns bei allen die mitgemacht haben und freuen uns sehr darüber, dass so viele Bayreuther ohne zu Zögern bereit waren mitzumachen. Unser Fazit: Bayreuth ist BUNT! Vielen Dank auch an alle Helfer am Stand.

Filmabend im Iwalewahaus

Etwa 50 Menschen füllten am Abend des 20. März, das Iwalewahaus um dort den Film „Wer die Nachtigall stört“ zu sehen. In Zusammenarbeit mit Christoph Dobbitsch vom Kino Jenseits wurde dieser Filmabend zum Thema Rassismus im Rahmen der Internationalen Woche organisiert.

 

Nach ein paar einleitenden Worten von Christoph Dobbitsch wurde zunächst der kurze Dokumentarfilm „Die letzte Nacht“ von Lia Hietala, Mara Ostertag und Tone Ottilie gezeigt. Der im Rahmen eines Jugendfilmprojektes der nordischen Filmtage Lübeck entstandene Film zeigt Bashir, ein Geflüchteter aus Syrien, und seine letzten Stunden in Deutschland bevor er nach Schweden weiterreist.

Dann gab es eine Einführung zum Hauptfilm, ein paar erklärende Worte zu Bunt statt Braun und ganz allgemein zum Thema Rassismus. Nach dem Film wurde der Abend mit ein paar Erläuterungen und Details zu dem Werk schließlich beendet.

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Christoph Dobbitsch für die gute Zusammenarbeit, beim Iwalewahaus für die Zurverfügungstellung der Räumlichkeiten und bei allen Helfern.

 

Mitmachkonzert für Geflüchtete

Basis Veranstaltung

Gemeinschaft mit Genuss

Geflüchtete backen mit Bunt statt Braun Brot am Graf-Münster-Gymnasium

 

Bayreuth, 11.12.2015: Am Freitagnachmittag wurden von ehrenamtlichen Unterstützern von Bunt statt Braun e.V. rund 20 Flüchtlinge aus den Erstaufnahmeeinrichtungen der Wilhelm-Busch Straße und Bernecker Straße – darunter viele Kinder – zum Graf-Münster-Gymnasium begleitet, um dort im Backofen des Schulgartens gemeinsam Brot zu backen. Ein rühriger GMG-Schüler, der bei Bunt statt Braun aktiv ist, hatte das Brotback-Projekt angestoßen, nachdem man zuerst überlegt hatte, inwieweit man nach dem in diesem Herbst sehr erfolgreichen Apfel-Ernte-Projekt wieder gemeinsam mit Flüchtlingen etwas bewerkstelligen könnte, was auf ähnliche Weise allen Beteiligten zu Gute kommt.

 

Während das Brot im schuleigenen Holzofen buk, wurden in einem Klassenzimmer von einigen der Besucher in gemeinsamer Arbeit mit Schülern des GMGs vier Lebkuchenhäuser hergestellt – sowohl das Brot als auch die Lebkuchenbausätze waren dabei Gaben der Bäckerei Lang. Beides, Brote und Lebkuchenhäuser, nahmen die geflüchteten Menschen am Ende mit in die Unterkünfte.

   

Nachdem die insgesamt 30 Brote fertig gebacken und abgekühlt waren, gab es allerdings erst einmal eine gemeinsame Brotzeit, wobei fast 35 Menschen –Flüchtlinge, Schüler, Lehrer und Ehrenamtliche – an dem gedeckten Tisch saßen. Symbolisch wurde das noch warme Brot nicht nur in dicke Scheiben geschnitten, sondern auch gebrochen und mit Butter, Salz und Kräutern verzehrt.

 

 

Zur Verständigung war keine gemeinsame Sprache nötig: Man kam sich näher, und am Ende gab es keine Gruppen mehr, sondern eine Gemeinschaft. Insgesamt war die Aktion ein voller Erfolg, da Brot und Lebkuchen gut waren und alle Beteiligten Spaß hatten. Menschen aus den Erstaufnahmeeinrichtungen und aus der Stadt nahmen sich Zeit füreinander, werkelten gemeinsam und lernten sich kennen, sodass eine unkomplizierte Begegnung auf Augenhöhe geschehen konnte, die allen mit Sicherheit in Erinnerung bleiben wird.

Bilder:

Vorlesung an der Universität Bayreuth am 08.12.15, 18-20 Uhr

Ein Erfolg: Benefizkonzert für Geflüchtete

Rund 200 Teilnehmer/innen applaudierten für den guten Zweck. 

 

Bayreuth, 28.11.2015. Rund 200 Teilnehmer/innen besuchten gestern Abend, 28.11.2015, das Benefizkonzert für Geflüchtete im Bayreuther ZENTRUM (Äußere Badstraße 7a). Christel Stein, jahrelanges Vorstandsmitglied von Bunt statt braun e.V. und Organisatorin des Events, zeigt sich mit der Veranstaltung zufrieden: „Wir hatten ein musikalisch sehr abwechslungsreiches Programm und ein buntes Publikum, darunter auch zahlreiche junge Geflüchtete. Insgesamt sind rund 1.200 Euro Spendengelder zusammengekommen, die wir nun unter anderem für die winterliche Nothilfe der Geflüchteten in Bayreuth einsetzen werden. Mein Dank gilt vor allem dem Initiator des Konzertes Orlando Wiegand sowie den anderen Musikern, die alle ohne Gage für den guten Zweck aufgetreten sind. Daneben möchte ich mich auch bei den vielen Helferinnen und Helfern bedanken, die das Konzert in kurzer Zeit auf die Beine gestellt haben.“  

 

Musikalisch erlebte das Publikum einen Streifzug durch verschiedene Genres: Mit der Kronacher Band „Orangeshakers“, die mit erstklassigem Soul und Funk direkt von Beginn an das Publikum begeisterte, gelang der perfekte Auftakt. Leadsänger Larry Rayford überzeugte dabei nicht nur mit seiner beeindruckenden Soulstimme, sondern auch mit klaren Worten. Er – selbst eingewanderter Amerikaner - betonte, wie wichtig vor allem die Integration von Geflüchteten sei. Schlüssel dafür sei vor allem die Sprache und die gegenseitige Offenheit. Mit leiseren Tönen setzte dann die dreiköpfige Band „Us Siblings“ den Abend fort. Gespielt wurden bekannte Coversongs, aber auch eigene Kreationen. Das Programmhighlight: das Orlando Wiegand Quartett, das mit wechselnder Besetzung an diesem Abend auch zu fünft und zu sechst die instrumentale Bandbreite von Gypsy Jazz, Swing und Bossa Nova auf höchstem Niveau präsentierte. Als Special Guest konnte Frontmann Wiegand für den guten Zweck neben dem Pianisten Beka Gigauri auch seinen Vater Gino Wiegand am Akkordeon gewinnen. Durch das Programm führte an diesem Abend Mainwelle-Moderator Jahn Gäbelein.    

 

Fazit: Ein gelungener Abend, an dem Geflüchtete und Bayreuther zu guter Musik gemeinsam feiern und abschalten konnten. Auch ein wichtiger Schritt in Richtung Integration!

 

Neben allen Musikern bedankt sich Bunt statt braun e.V. bei Radio Mainwelle, der Eventlocation ZENTRUM, der Bayreuther Metzgerei Parzen sowie den Sponsoren „KF-ITService“ und dem Frisör „Zum goldenen Schnitt“. 

Bilder: