Herzliche Einladung zum Neueinsteiger*innentreffen

Wir möchten alle an Bunt statt Braun Interessierten herzlich zu unserem Treffen für Neueinsteiger*innen einladen!

 

Was haben wir vor?

 

Ihr habt die Gelegenheit, den Verein Bunt statt Braun und dessen Arbeitsfelder durch die jeweiligen Gruppenkoordinator*innen kennenzulernen.

 

Wir informieren euch, wie ihr euch engagieren könnt und stellen erste Kontakte her.

 

Ihr bekommt die Möglichkeit, als Neueinsteiger*innen im lockeren Austausch miteinander in Kontakt zu treten und euch über eure Erwartungen an die ehrenamtliche Arbeit auszutauschen.

 

Interessiert?

 

Dann kommt am 25.10.17 um 19 Uhr zur Evangelischen Studierendengemeinde (Richard-Wagner-Straße 24). Wir freuen uns über eine Anmeldung unter kontakt@buntstattbraun-bt.de.

 

Für Essen (vegetarisch/vegan) und Trinken ist gesorgt!

 

Wir freuen uns auf einen spannenden Abend mit euch!

 

Unterstützer*innen für Wohnungssuche gesucht

Für die Unterstützung bei der Wohnungssuche für Geflüchtete suchen wir Ehrenamtliche, die:

 

Wohnungsangebote suchen

Vermieter kontaktieren

Besichtigungstermine vereinbaren und zu diesen begleiten

ggf. Mietkostenübernahmen mit dem Jobcenter klären

bei der Wohnungsausstattung und beim Umzug helfen

 

Um eine regelmäßige Anlaufstelle und einen gemeinsamen Treffpunkt für Suchende und Unterstützende zu haben, treffen wir uns immer mittwochs ab 17:00 Uhr im Transition Haus in Bayreuth (Ludwigstraße 24). Die regelmäßigen Treffen finden ab 4. Oktober wieder statt.

Es ist hilfreich Anzeigen aus Zeitungen mitzubringen. Und da es freies WLAN gibt, helfen auch Laptops und Smartphones für die Suche nach Anzeigen im Internet.

 

Wir freuen uns über Unterstützer*innen, die regelmäßig zu den Mittwochstreffen kommen aber es können auch gut und gerne individuelle Termine mit den Wohnungssuchenden vereinbart werden!

 

Kontakt über wohnungssuche@buntstattbraun-bt.de oder kontakt@buntstattbraun-bt.de

Ansprechperson: Lars

 

Sprachfreund*innen gesucht!

 

Du hast Spaß an Sprache und Lust eine*n Geflüchtete*n näher kennen zu lernen oder du bist neu in Bayreuth und Deutschland, möchtest dein Deutsch verbessern und dich regelmäßig mit einer deutschsprachigen Person treffen?

Dann geh doch eine Sprachfreundschaft ein!

Sprachfreundschaftspaare, also eine geflüchtete und eine deutschsprachige Person, treffen sich regelmäßig nach individueller Absprache, aber mindestens einmal pro Woche. Was genau ihr dann macht, hängt ganz von euch ab. Möglichkeiten sind Deutsch lernen, Briefe übersetzen, bei Behördengängen unterstützen, Sport machen, gemeinsam zu Veranstaltungen gehen, kochen oder einfach nur Zeit gemeinsam zu verbringen.

Durch den direkten Kontakt zwischen zwei Menschen entsteht ein Austausch über gesellschaftlich gezogene Grenzen hinweg und ein beidseitiger Lernprozess kann angestoßen werden. Darüber hinaus entwickeln sich oft besondere Freundschaften, die auch ohne gemeinsame Sprache bestehen können.

Voraussetzungen sind vor allem Interesse an Menschen und anderen Sprachen. Natürlich können auch Kenntnisse in einer anderen Sprache als Deutsch hilfreich sein und es können sich auch Sprachtandems bilden, in denen die Sprache des jeweils anderen gelernt wird.

Um die Vermittlung zumindest in den Grundlagen für beide passend zu gestalten, schreib uns doch bei Interesse bitte deinen Namen, Handynummer, Alter, Geschlecht und ggf. Fremdsprachenkenntnissen oder Auslandsaufenthalte.

Als offenes Angebot für alle, die sich für eine Sprachfreundschaft, ein Tandem oder eine Patenschaft interessieren, gibt es Vermittlungstreffen, bei denen du sowohl uns vom Koordinationsteam als auch andere Interessierte und mit ein bisschen Glück eine*n "geeignete*n" Partner*in kennen lernst, Fragen loswerden und Informationen bekommen kannst. Komm einfach vorbei oder schreib eine Email an sprachfreundschaften@buntstattbraun-bt.de.

Das Treffen findet  regelmäßig dienstags um 18:00 im Transition Haus in der Ludwigstr. 24 statt.

Wir freuen uns auf euch,

Euer Koordinationsteam

Abd, Nici, Jana, Andy, Karoline und Andras

 

Filmvorführung "Les Sauteurs-Those Who Jump"

„Les Sauteurs — Those who jump“ (2016)
---Regardez en bas pour la version francaise
---Look beneath for English version


DEUTSCH
Es gibt viele Wege um von Afrika nach Europa zu gelangen. Ein Touristen-Visum ist dabei eher die Ausnahme als die Regel, auch ein Visum zum Studieren ist einer Minderheit vergönnt. Dass immer wieder unzählige Menschen im Mittelmeer bei dem Versuch nach Europa zu gelangen ertrinken, wissen wir alle. Doch es gibt auch andere, vielleicht nicht weniger gefährliche Wege. Einen davon hat Abou Bakar Sidibé aus Mali nicht nur bestritten, sondern auch gefilmt als Protagonist, Kameramann und Ko-Regisseur in einem. Spanien hat zwei Enklaven auf dem afrikanischen Festland, Melilla und Ceuta. Beide sind durch Hochsicherheitszäune von Marokko abgeschnitten. Immer wieder versuchen Menschen über die Zäune zu klettern, was alles außer ein einfaches Unterfangen ist. Zwei Regisseure, ein Deutscher und ein Däne, haben Abou eine Kamera gegeben, damit er das Leben der Menschen, die sich auf die Grenzüberschreitung vorbereiten und oft sehr lange Zeit in den Camps im Wald nahe der Grenze leben, filmt. Das besondere des Films ist die Perspektive von jemanden, der das Vorhaben der Anderen teilt, der einer von ihnen ist. Dadurch ist „Les sauteurs“ auch ein sehr persönlicher, teilweise emotionaler Film. Dem entgegengesetzt wird die entmenschlichte Perspektive der spanischen Überwachungskameras. Nach mehreren missglückten Versuchen hat es Abou irgendwann geschafft, heil nach Europa durch zu kommen und lebt heute in Bayern, Kempten. Er wird bei der Filmvorführung anwesend sein und gerne auch noch nach dem Film Fragen beantworten. Westafrikanische Kora-Musik gespielt von Ablaye Kouyaté wird den Abend musikalisch begleiten.
21. Oktober, 19 Uhr im Iwalewahaus, Eintritt frei, Französisch und Bambara mit deutschen Untertiteln, 79 Minuten
Organisiert von Model African Union e.V. in Kooperation mit Bunt Statt Braun e.V., dem Projekt "Hand in Hand" von Stadt und Landkreis Bayreuth und finanziell unterstützt über Demokratie Leben.


FRANÇAIS
Il existe différentes voies pour se rendre en Europe à partir de l’Afrique. Le visa touriste est plus une exception qu’une règle, le visa étudiant est accordé à une minorité chanceuse et chaque jour un nombre incalculable de personnes se noie dans la mer Méditerranée lors de la traversée vers Europe. Il existe encore d'autres moyens, peut-être pas moins dangereux. En tant que protagoniste et co-réalisateur, Abou Bakar Sidibé a non seulement fait le voyage, mais a également filmé son parcours depuis Mali. L'Espagne compte deux enclaves sur le territoire africain, Melilla et Ceuta. Les deux sont séparés du Maroc par des clôtures de haute sécurité. Régulièrement, les voyageurs essaient de franchir les barrières, ce qui n’est pas du tout facile. Deux réalisateurs, allemand et danois, ont donné une caméra à Abou afin qu'il puisse filmer la vie quotidienne de ces voyageurs qui séjournent assez longtemps dans les camps de la forêt près de la frontière, préparant leur prochaine traversée. Ce film a la particularité de présenter le point de vue d’un individu qui partage son intention de franchir les barrières. Le film devient ainsi très personnel et parfois émouvant. Un point de vue qui contraste avec la perspective inhumaine des caméras de contrôle des frontières espagnoles. Après plusieurs tentative ratés, Abou a réussi à franchir la frontière et vit aujourd'hui à Kempten en Bavière. Il sera présent à la soirée du film et sera ravi de répondre à nos questions après le film. La Kora d'Afrique de l'Ouest jouée par Ablaye Kouyaté agrémentera cette riche soirée.
Le film est en français et en bambara avec des sous-titres allemands.
Cet évènement est organisé en partenariat avec Bunt statt Braun e.V., le projet «Hand in Hand (Main dans la main)» de Stadt und Landkreis Bayreuth et soutenu financièrement par Demokratie Leben.


ENGLISH
There are lots of different ways to enter Europe from Africa. A tourist visa is more the exception than the rule, a study visa is granted to a lucky minority. We all know that again and again an uncountable number of people drowns in the Mediterranean Sea while trying getting into Europe. But there are other, maybe not less dangerous ways. One of them was not only gone through but also filmed by Abou Bakar Sidibé from Mali being also the protagonist and the co-director at the same time. Spain has two enclaves at the African territory, Melilla and Ceuta. Both are separated from Morocco through high-security fences. Regularly, People try to climb the barriers which is everything but easy. A German and a Danish director gave a camera to Abou so that he can film the daily life of the people living often for a quite long time in the camps in the forest near the border preparing their next trial to cross the border. What makes this film so special is the perspective from somebody sharing the intention to cross the barriers. This makes the movie very personal and sometimes emotional which is contrasted by the inhumane perspective of the Spanish border control cameras. After several failed trials Abou succeeded in crossing the border and today he lives in Bavaria, Kempten. He will be present at the showing of film and will be pleased to answers our questions after the film. West-African Kora music played by Ablaye Kouyaté will accompany the evening.
21. October, 19:00 pm, free entry, the film is in French and Bambara and has German subtitles.
Organised by Model African Union e.V. in cooperation with Bunt Statt Braun e.V. , the project "Hand in Hand" von Stadt und Landkreis Bayreuth and financially supported by Demokratie Leben.

Download
Filmbeschreibung auf Deutsch, Englisch und Französisch
Filmbeschreibung_Les_Sauteurs.pdf
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Einladung Vernetzungstreffen oberfränkischer Unterstützergruppen am 23. und 24. September 2017

Liebe Aktive in der Asylarbeit,
 
die Sommerferien stehen vor der Tür - wir möchten neue Kraft sammeln und uns für die künftige Arbeit stärker zusammenschließen und bitten, folgenden Termin für ein Vernetzungstreffen oberfränkischer Unterstützergruppen vorzumerken:
 
am Samstag, 23. und Sonntag, 24.September
in der Franken-Akademie Schloß Schney bei Lichtenfels
Wir wollen Erfahrungen und Informationen austauschen, uns besser kennenlernen und uns gegenseitig zu unterstützen!
Vorläufiges Programm
Sa 23.09.2017
9:00-10:00 Begrüßung, Vorstellung
10:00-12:00 Alexander Thal, Bayerischer Flüchtlingsrat zur aktuellen Asylsituation in Bayern
Mittagspause
13:00-15:30 verschiedene Workshops/WorldCafé zur ZAB, zu  Afghanistan, zu Best-Practice-Beispiele und zu zukünftiger Vernetzung
Kaffeepause
16:00-17:00 Sicherung der Ergebnisse
17:00-18:00 Ausblick und Diskussion
 Abendessen und gemütlicher Teil
So 24.09.2017 
9:00-12:00 Vortrag von Dipl.-Psych. Hans Berwanger "Emotionales Selbstmanagement für (ehrenamtliche) Flüchtlingshelfer" 
 
Kosten: 10 € Eigenanteil + 10 € Einzelzimmerzuschlag. Genaueres Programm bei Anmeldung.
 
Wir freuen uns, wenn viele von Ihnen und Euch kommen und teilnehmen können, denn gemeinsam sind wir stärker!
Anmeldungen bis zum 14.9 unter Angabe ob Einzelzimmer oder Doppelzimmer gewünscht bitte an: kontakt@buntstattbraun-bt.de

Café International sucht Unterstützung und Kuchen

Das Café International sucht zur Unterstützung Ehrenamtliche, die Spaß am Umgang mit Menschen haben, gut auf Menschen zugehen können, vielleicht die eine oder andere Fremdsprache sprechen und einigermaßen regelmäßig da sein können.
Wir freuen uns auch, wenn jemand gelegentlich einen Kuchen backen und ins Café bringen kann. (Auslagen werden erstattet.)

 

Wo?
Gemeinschaftsunterkunft Wilhelm-Busch-Str. 5, Sozialraum EG
Wann?
Mittwoch, 16.30 bis 18.00 Uhr
Freitag, 16.30 bis 18.30 Uhr
Team:
Conny Hersch, Ramona Prodöhl, Marianne Esser (cafeinternational@buntstattbraun-bt.de)

 

Schaut einfach mal bei uns vorbei!

Lesung: "Mut zu neuen Wegen"

Said Azami, ein afghanischer Asylbewerber, der seit fast drei Jahren in Deutschland lebt, hat gemeinsam mit der Schwetzinger Stadträtin Raquel Rempp seine ganz besondere Lebensgeschichte zu Papier gebracht: Die Geschichte eines Mannes, der aus seinem Land fliehen, seine Heimat verlassen musste. Das Buch umfasst viele geschichtliche, politische und menschliche Erzählungen und gewährt dem Leser zugleich Einblicke in eine für uns Mitteleuropäer völlig fremde Kultur und Welt. Es lässt uns schonungslos teilhaben an den Ängsten und Erfahrungen der Menschen in Afghanistan.

Said Azami spart nicht an ehrlicher Kritik am System. Darüber hinaus äußert er seine Träume und Wünsche in klaren Worten wie auf poetische Weise. Der Autor erzählt über seine zum Teil brutale Kindheit, über sein Leben als Jugendlicher in Afghanistan, über die lebensgefährliche Flucht über hohe Gebirge, dunkle Wälder, tiefe Täler und wilde Ozeane. Er beschreibt sein Ankommen in Europa, vor allem in Deutschland. Said Azami lässt den Leser teilhaben an seinen Gefühlen: Wie es war als Sohn eines Mullahs in einem kleinen Dorf im Norden Afghanistans zu leben, den Einmarsch der Sowjetunion ins Land miterleben zu müssen, am eigenen Leib die Bürgerkriege der Mudschaheddin und der Taliban zu erfahren sowie den Verlust der Eltern und vieler anderer Familienangehörigen ertragen zu müssen. Er berichtet uns über den harten Kampf ums Überleben.
Said Azami und Raquel Rempp lesen gemeinsam aus dem Buch "Mut zu neuen Wegen".

Die Lesung findet am 30. September um 19:00 im evangelischen Bildungswerk, Richard Wagner Straße 24 statt.

Sarah - Praktikantin bei Bunt statt Braun

Liebe Mitarbeiter*innen bei Bunt statt Braun,

 

ich bin Sarah und seit ein paar Wochen Praktikantin bei Bunt statt Braun. Ich absolviere das Praktikum im Rahmen meines Studiums der Erziehungswissenschaften. Ich habe 2014 begonnen, in Bayreuth zu studieren und werde im kommenden Semester meinen Bachelor machen.

Da ich durch mein Studium schon einige theoretische Erfahrungen in der Arbeit mit Geflüchteten und Migranten erlangen konnte, freue ich mich nun darauf, mir durch die Arbeit bei Bunt statt Braun, die schon länger mein Wunsch war, praktisches Wissen anzueignen.

Mit Menschen zusammenarbeiten zu können, ist etwas, was mir schon immer Spaß macht. Wenn ihr also Unterstützung bei Projekten benötigt, meldet euch gerne bei mir!

Sarah

Das zweite Röhrenseefest - ein paar Impressionen

Traumaberatung für Geflüchtete und Ehrenamtliche

Unser neuer Sozialraum ist fertig

 

Ein Traum ist diese Woche wahrgeworden, Christel Stein hat lange dafür gekämpft:
 
Unser Sozialraum in der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber (EG, Raum 4) ist fertig!
Im Frühjahr war bereits eine Küchenzeile von Möbel Hertel aufgebaut worden.
Unter den umlaufenden Arbeitsplatten - der Raum wurde früher von der Regierung genutzt, um Sachleistungs-Essenspakete zu packen - sind jetzt von einem Schreiner Unterschränke mit Böden und z.T. verschließbaren Türen eingebaut worden. Der große Tisch wurde geteilt, so dass er variabler ist und zur Seite gestellt bzw. gestapelt werden kann.
Der Raumeindruck ist jetzt hell und freundlich, er wirkt einladend und dank der Bilder der Kindermalgruppe kreativ und sehr angenehm!
Wir sind froh, dass die Gemeinschaftsunterkunft jetzt endlich einen Gemeinschaftsraum hat!
 
Herzlichen Dank an alle, die immer daran geglaubt und nicht nachgelassen haben:
Christel Stein, Günther Hinterobermeier, Armin Brata für Einsatz und Gespräche bei und mit der Regierung
die Hausverwalter der GU, die diese Idee mitgetragen haben
Conny Hersch und Ramona Prodöhl für Planung bei Möbel Hertel (UND jüngst für tatkräftiges Aufräumen!)
Silvia Bock-Ende und Kerstin Hofner & Team für gute Gestaltungsideen und die wunderbaren Bilder der Samstags-Malgruppe
und natürlich der Schreinerei "michels feine möbel" und unserem Mitglied Christian Haas für Planung und Einbau der Unterschränke
- und allen, die uns bei diesem Projekt finanziell unterstützt haben!
 
Der Raum wurde von Anfang an für die Ehrenamtsarbeit gut genutzt, jeden Tag findet dort von 15 - 16:30 der Deutschunterricht der Willkommensgruppe St. Georgen statt, z.T. in zwei Gruppen auch im Nebenraum. Mittwochs und Freitags im Anschluß daran Café International mit Conny, Ramona und einem guten Team, das zusammenwirkt - und sehr wunderbaren Kuchen, die immer für alle reichen!
Jeden zweiten Samstag kommt vormittags das Ergotherapeutinnen-Team um Silvia Bock-Ende und Kerstin Hofner zum Malen mit Kindern - und wird stets sehnsüchtig erwartet! Es tut allen gut, sich mit Farben und Formen auszudrücken, Rituale, Sicherheit und Wertschätzung zu erfahren - und häufig Unbewußtes zu Papier zu bringen!
Das Angebot des Kunstmuseums mit Ingrid Seidel, für das wir dankbar sind, wird voraussichtlich auf einen Nachmittags-Termin wechseln, um noch mehr Menschen zu erreichen.
Abends nutzen wir den Raum für die Ehrenamtsarbeit, es finden Besprechungen, Sitzungen, Planungstreffen und Schulungen statt, ebenso einmal monatlich vormittags die große Dienstbesprechung der Caritas mit 10 - 20 Personen.
 
Wir dürfen gespannt sein, was sich noch alles entwickeln wird - und sind dankbar für unseren guten Zusammenhalt und das großes Engagement aller, durch das Visionen wahr werden können!

 

Noch unaufgeräumt-die Schränke im neuen Raum direkt nach dem Einbau
Noch unaufgeräumt-die Schränke im neuen Raum direkt nach dem Einbau
Schon im Frühjahr haben wir eine neue Küche bekommen
Schon im Frühjahr haben wir eine neue Küche bekommen

Wir suchen eine*n Verantwortliche*n für die Rundmail ab Ende Juni!

Jede Woche sollte idealerweise unsere Rundmail mit Informationen über Bunt statt Braun, über aktuelle Entwicklungen in der Asylpolitik und Hinweisen auf Veranstaltungen und Schulungen erscheinen. Leider fehlt uns ab Ende Juni ein*e fleißige*r Schreiber*in für die Rundmail und wir würden uns sehr freuen, wenn Du diese Lücke schließen könntest.

Du solltest dafür zwei bis drei Stunden in der Woche Zeit haben. In dieser Zeit müsstest du die ankommenden Einladungen zu Aktionen von BsB, Hinweise auf externe Veranstaltungen, Informationen zur Asylpolitik etc. ordnen, zusammenfassen, in eine lesbare Form bringen, zu weiterführenden Informationen verlinken und abschicken. Derzeit wird die Rundmail mit googlemail verschickt, das kannst Du Dir aber so einrichten, wie es Dir am liebsten ist.

Wir würden uns sehr über eine*n neue*n Verantwortlichen freuen!

Das Schulungsteam sucht Verstärkung!

Für neue Ehrenamtliche aber auch für bereits länger Engagierte, die sich informieren möchten, bieten wir mehrmals im Jahr Schulungen an. Diese beginnen mit den Basisschulungen und werden idealerweise mit weiterführenden Schulungen zu den verschiedenen Themen ergänzt. Themen, die wir behandeln möchten und die auch Teil der Basisschulung sind, sind der Verein Bunt statt Braun und seine Strukturen, sexuelle Gewalt, Rassismus, Asylrecht und unser Selbstverständnis. Weiterführende Schulungen möchten wir ebenfalls zu diesen Themengebieten anbieten, wobei wir auch für weitere Themen offen sind.

Für das Schulungsteam wäre es gut, wenn du schon ein bisschen Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten hast und dich am besten in einem der genannten Gebiete ein bisschen auskennst oder bereit bist, dich einzuarbeiten. Ansonsten brauchst Du, wenn eine Schulung ansteht, ein paar Stunden Zeit. Es gibt allerdings keine regelmäßigen Treffen, sodass Du dein Engagement relativ flexibel nach Deinen Wünschen gestalten kannst.

Wenn du Interesse hast, melde dich einfach bei David und Fiona (schulungen@buntstattbraun-bt.de). Wir freuen uns!

Nachhilfeteam sucht: Begeisterungsfähige Nachhilfegebende

Die Nachhilfegruppe ist auf der Suche nach neuen Gesichtern für Unterstützung von Kindern geflüchteter Familien.  Wir, die Nachhilfegebenden, bieten eine persönliche Nachhilfe (pro Nachhilfeschüler*in ein*e Nachhilfegebende*r) um all das zu wiederholen, was sonst zu kurz kommen würde.

Je nach Deutschniveau, Alter und Fähigkeit des Kindes sind dies ganz unterschiedliche Fächer. Um eine gewisse Regelmäßigkeit zu schaffen, sollte möglichst jede Woche mindestens eine Stunde Nachhilfe stattfinden.

In der Regel findet die Nachhilfe bei den Kindern zuhause statt. Genaueres zur Nachhilfe bei uns findest du unter:

http://www.buntstattbraun-bt.de/arbeitsfelder/nachhilfe/ ;

kontaktieren kannst du uns per Mail: nachhilfe@buntstattbraun-bt.de.

 

Liebe Grüße Sophia und Almut

Weihnachtsplätzchen backen mit Geflüchteten und deren Paten - eine sehr subjektive Chronologie

17.45 Unsere Patenfamilie A. abholen, Mama und zwei Kinder fahren mit uns in die Wilhelm-Busch- Straße 18.00 Viele Menschen im BsB-Raum- erste Orientierung –( „da ist ja Isi! Was jetzt?“)

18.10 Rezepte schreiben und aufhängen, vorbereitete Zutaten suchen

18.15 Es geht los! Zutaten gefunden, Teig wird zubereitet, Frau A. und meine Frau arbeiten Hand in Hand

Tochter Z. und Sohn A. reiben und mahlen Schokolade – weitere Kinder bemühen sich im Mitarbeit (Bist du der Hermann? Können wir helfen?) –auch sie werden kurzzeitig mit Arbeit versorgt

18.45 Eine Frau aus Somalia sucht Öl- ( „kein Öl da? Kein Problem- ich hole“) Vor allem weibliche Teilnehmer arbeiten fest mit, junge Männer schauen mehrheitlich zu, unterhalten sich, hören sehr laut Musik

19.00 Unser Teig ist fertig, ab in den Ofen, Fußmarsch mit dem Blech ca. 100m zur Gemeinschaftsküche, ein Ofen ist schon vorgeheizt, Blech in den Ofen, wir haben den vorgeheizten Ofen eines kurdischen Mitbewohners okkupiert, der sein Fladenbrot backen wollte („kein Problem, kann warten“)

Herrliche Ruhe in der Gemeinschaftsküche, aber die meisten Backbleche passen nicht in die Öfen – Isabell sucht passende Backbleche im Haus

19.30 Unsere zwei Bleche mit Schokoladenschnitten sind fertig, Bestreichen mit flüssiger Schokolade und verzieren, abkühlen lassen am Fensterbrett, aufräumen

20.00 Auch die anderen Teilnehmer haben ihre Plätzchen fertig, viele Teller stehen auf den Tischen

20.15 Wir nehmen für unsere Patenfamilie Plätzchen mit und bringen die drei nach Hause

 

Unser persönliches Fazit:

Auch gemeinsames Backen mit Menschen aus anderen Ländern kann zusammenführen – es entstanden einige sprachlichen Kontakte mit geflüchteten Menschen – es gab keinerlei Berührungsängste von beiden Seiten – nur uns beiden Alten war die Musik im BsB-Raum zu laut

 

Danke an Isabel und Isi für die Intiative und die Vorbereitung!

 

Hermann


Basis Veranstaltung

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Tag des Sports für Kinder

Benefizkonzert für Flüchtlingskinder

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"Neue" Kleiderkammer

Liebe Spender/innen,

 

im Laufe dieser Woche wird unsere Kleiderkammer von der Regierung übernommen und in neuen Räumlichkeiten wiedereröffnet. Ihre Spenden können Sie ab sofort täglich zu jeder Uhrzeit in der Erstaufnahme in der Wilhelm-Busch-Straße bei der Security abgeben.

 

Das Team der Kleiderkammer von Bunt statt Braun wird zukünftig in den Räumlichkeiten der ehemaligen Kleiderkammer bei Tee, Kaffee und Kuchen ein nettes Zusammensein mit Geflüchteten anbieten.

 

Die Kleiderkammer bedankt sich für die vielfältigen Spenden und für die großzügige Unterstützung, die Sie uns gegeben haben. Wir bitten darum, auch weiterhin diese Großzügigkeit für die Kleiderkammer der Regierung beizubehalten.

 

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Das Team der Kleiderkammer Bunt statt Braun

Bunte Handabdrücke gegen Rassismus

Handschuh anziehen, etwas Farbe drauf und dann fest auf das weiße Tuch drücken. So einfach konnten die Bayreuther BürgerInnen und Passanten am Donnerstag, 17. März, ihr ganz persönliches Zeichen gegen Rassismus setzen. Von 12 bis 18 Uhr standen Mitglieder von Bunt statt Braun an einem Infostand ggü. des Dinos in der Maxstraße und animierten die vorbeikommenden mit ihrem Handabdruck neben dem Spruch „Bayreuth ist BUNT“ ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen.

Natürlich wurde dabei auch fleißig über Bunt statt Braun informiert und geworben. 

 

Schon zwei Tage später kam das das entstandene Banner zum Einsatz bei einem Flashmob im Rotmain-Center und einer Demo gegen die Filmvorführung der AfD im Schwenk-Saal. Auch in Zukunft wird es sicher bei den vielen Aktionen von Bunt statt Braun zu sehen sein.

 

Wir bedanken uns bei allen die mitgemacht haben und freuen uns sehr darüber, dass so viele Bayreuther ohne zu Zögern bereit waren mitzumachen. Unser Fazit: Bayreuth ist BUNT! Vielen Dank auch an alle Helfer am Stand.

Filmabend im Iwalewahaus

Etwa 50 Menschen füllten am Abend des 20. März, das Iwalewahaus um dort den Film „Wer die Nachtigall stört“ zu sehen. In Zusammenarbeit mit Christoph Dobbitsch vom Kino Jenseits wurde dieser Filmabend zum Thema Rassismus im Rahmen der Internationalen Woche organisiert.

 

Nach ein paar einleitenden Worten von Christoph Dobbitsch wurde zunächst der kurze Dokumentarfilm „Die letzte Nacht“ von Lia Hietala, Mara Ostertag und Tone Ottilie gezeigt. Der im Rahmen eines Jugendfilmprojektes der nordischen Filmtage Lübeck entstandene Film zeigt Bashir, ein Geflüchteter aus Syrien, und seine letzten Stunden in Deutschland bevor er nach Schweden weiterreist.

Dann gab es eine Einführung zum Hauptfilm, ein paar erklärende Worte zu Bunt statt Braun und ganz allgemein zum Thema Rassismus. Nach dem Film wurde der Abend mit ein paar Erläuterungen und Details zu dem Werk schließlich beendet.

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Christoph Dobbitsch für die gute Zusammenarbeit, beim Iwalewahaus für die Zurverfügungstellung der Räumlichkeiten und bei allen Helfern.

 

Mitmachkonzert für Geflüchtete

Basis Veranstaltung

Gemeinschaft mit Genuss

Geflüchtete backen mit Bunt statt Braun Brot am Graf-Münster-Gymnasium

 

Bayreuth, 11.12.2015: Am Freitagnachmittag wurden von ehrenamtlichen Unterstützern von Bunt statt Braun e.V. rund 20 Flüchtlinge aus den Erstaufnahmeeinrichtungen der Wilhelm-Busch Straße und Bernecker Straße – darunter viele Kinder – zum Graf-Münster-Gymnasium begleitet, um dort im Backofen des Schulgartens gemeinsam Brot zu backen. Ein rühriger GMG-Schüler, der bei Bunt statt Braun aktiv ist, hatte das Brotback-Projekt angestoßen, nachdem man zuerst überlegt hatte, inwieweit man nach dem in diesem Herbst sehr erfolgreichen Apfel-Ernte-Projekt wieder gemeinsam mit Flüchtlingen etwas bewerkstelligen könnte, was auf ähnliche Weise allen Beteiligten zu Gute kommt.

 

Während das Brot im schuleigenen Holzofen buk, wurden in einem Klassenzimmer von einigen der Besucher in gemeinsamer Arbeit mit Schülern des GMGs vier Lebkuchenhäuser hergestellt – sowohl das Brot als auch die Lebkuchenbausätze waren dabei Gaben der Bäckerei Lang. Beides, Brote und Lebkuchenhäuser, nahmen die geflüchteten Menschen am Ende mit in die Unterkünfte.

   

Nachdem die insgesamt 30 Brote fertig gebacken und abgekühlt waren, gab es allerdings erst einmal eine gemeinsame Brotzeit, wobei fast 35 Menschen –Flüchtlinge, Schüler, Lehrer und Ehrenamtliche – an dem gedeckten Tisch saßen. Symbolisch wurde das noch warme Brot nicht nur in dicke Scheiben geschnitten, sondern auch gebrochen und mit Butter, Salz und Kräutern verzehrt.

 

 

Zur Verständigung war keine gemeinsame Sprache nötig: Man kam sich näher, und am Ende gab es keine Gruppen mehr, sondern eine Gemeinschaft. Insgesamt war die Aktion ein voller Erfolg, da Brot und Lebkuchen gut waren und alle Beteiligten Spaß hatten. Menschen aus den Erstaufnahmeeinrichtungen und aus der Stadt nahmen sich Zeit füreinander, werkelten gemeinsam und lernten sich kennen, sodass eine unkomplizierte Begegnung auf Augenhöhe geschehen konnte, die allen mit Sicherheit in Erinnerung bleiben wird.

Bilder:

Vorlesung an der Universität Bayreuth am 08.12.15, 18-20 Uhr

Ein Erfolg: Benefizkonzert für Geflüchtete

Rund 200 Teilnehmer/innen applaudierten für den guten Zweck. 

 

Bayreuth, 28.11.2015. Rund 200 Teilnehmer/innen besuchten gestern Abend, 28.11.2015, das Benefizkonzert für Geflüchtete im Bayreuther ZENTRUM (Äußere Badstraße 7a). Christel Stein, jahrelanges Vorstandsmitglied von Bunt statt braun e.V. und Organisatorin des Events, zeigt sich mit der Veranstaltung zufrieden: „Wir hatten ein musikalisch sehr abwechslungsreiches Programm und ein buntes Publikum, darunter auch zahlreiche junge Geflüchtete. Insgesamt sind rund 1.200 Euro Spendengelder zusammengekommen, die wir nun unter anderem für die winterliche Nothilfe der Geflüchteten in Bayreuth einsetzen werden. Mein Dank gilt vor allem dem Initiator des Konzertes Orlando Wiegand sowie den anderen Musikern, die alle ohne Gage für den guten Zweck aufgetreten sind. Daneben möchte ich mich auch bei den vielen Helferinnen und Helfern bedanken, die das Konzert in kurzer Zeit auf die Beine gestellt haben.“  

 

Musikalisch erlebte das Publikum einen Streifzug durch verschiedene Genres: Mit der Kronacher Band „Orangeshakers“, die mit erstklassigem Soul und Funk direkt von Beginn an das Publikum begeisterte, gelang der perfekte Auftakt. Leadsänger Larry Rayford überzeugte dabei nicht nur mit seiner beeindruckenden Soulstimme, sondern auch mit klaren Worten. Er – selbst eingewanderter Amerikaner - betonte, wie wichtig vor allem die Integration von Geflüchteten sei. Schlüssel dafür sei vor allem die Sprache und die gegenseitige Offenheit. Mit leiseren Tönen setzte dann die dreiköpfige Band „Us Siblings“ den Abend fort. Gespielt wurden bekannte Coversongs, aber auch eigene Kreationen. Das Programmhighlight: das Orlando Wiegand Quartett, das mit wechselnder Besetzung an diesem Abend auch zu fünft und zu sechst die instrumentale Bandbreite von Gypsy Jazz, Swing und Bossa Nova auf höchstem Niveau präsentierte. Als Special Guest konnte Frontmann Wiegand für den guten Zweck neben dem Pianisten Beka Gigauri auch seinen Vater Gino Wiegand am Akkordeon gewinnen. Durch das Programm führte an diesem Abend Mainwelle-Moderator Jahn Gäbelein.    

 

Fazit: Ein gelungener Abend, an dem Geflüchtete und Bayreuther zu guter Musik gemeinsam feiern und abschalten konnten. Auch ein wichtiger Schritt in Richtung Integration!

 

Neben allen Musikern bedankt sich Bunt statt braun e.V. bei Radio Mainwelle, der Eventlocation ZENTRUM, der Bayreuther Metzgerei Parzen sowie den Sponsoren „KF-ITService“ und dem Frisör „Zum goldenen Schnitt“. 

Bilder:

Basis Veranstaltung

Augen_Blicke [3]



Einblicke in das Praktikantenleben bei Bunt statt Braun.

 

In diesen Tagen - sowohl in der Öffentlichkeit, den Medien, als auch in meinem Praktikum - wird mir immer deutlicher, dass eine Kultur des Willkommenseins nicht mit kurzfristiger Soforthilfe verwechselt werden darf, sondern auf ein solides Fundament gebaut sein muss, damit sich eine offene und freundliche Kultur der Gemeinsamkeit entwickeln kann.


Durch das Mitwirken beim interkulturelle Fest zur Eröffnung des Tekirdag-Platzes wurde, mir klar, dass das was wir wirklich brauchen Begegnung ist. Eine einladende und offene Kultur der Inklusion und des gegenseitiges Kennen.Lernens. Wir befinden uns schnurstraks auf dem Weg in eine ganz neue Form gesellschaftlichen Miteinanders, die bei allen beteiligten mit großen Gefühlen, Hoffnungen und Ängsten, Sorgen und Ideen verbunden ist. Viele Menschen, kennen immer noch nur die Bilder aus den Medien und konnten sich kein eigenes Bild verschaffen - seien es Geflüchtete oder Deutsche.


Gestern durfte ich meine Familie in Bayreuth begrüßen und ihnen die Möglichkeit geben die Bilder aus den Nachrichten an der Realität zu prüfen und sich ein eigenes Bild zu machen (das ist nämlich oft besser als über Politik nur zu diskutieren). Ich hatte anfangs etwas Bedenken, wie das wohl wirken würde (wollte das ja nicht wie im Zoo aussehen lassen) und auch, ob ich damit vielleicht eher Missverständnis förder als Verständnis, vielleicht manche Vorurteile bestärke. Das mein Opa vielleicht überfordert ist und so manch anderes was einem da so durch den Kopfe gehen kann. Aber nein, im Gegenteil. Ich bin froh, dass wir so mutig waren und die Begegnug gewagt haben. Es war so viel schöner, als dieser vorsichtige Teil von mir befürchtet hatte! Es waren wunderbare Momente in der Berneckerstraße, als mein 80 jähriger Opa der weder Englisch noch Arabisch spricht mit sehr respektvollen syrischen jungen Männern in einen Austausch mittels Hand und Fuß kam und während meine Schwester und ihr Freund mit ihren Smartphones beim Freischalten und Aufladen einer neuen SIM-Karte assostierten. 


Ich finde wir als Stadt und Gesellschaft können uns ein beäugendes nebeneinadner her und übereinander hinweg, einfach nicht mehr erlauben, wenn wir eine gesunde und bunte Gesellschaft sein wollen! Jetzt haben wir die Chance diese neue Art des Zusammenlebens zu prägen. Dafür brauchen wir Mut über unsere Schatten und Bedenken zu springen, Offenheit für Begegnung, Kreativität neue gemeinsame Wege zu finden und vor allem menschliche Brücken, die uns verbinden und Räume eröffnen für ein echtes gemeinsames Kennen.Lernen.


Wir alle sind diese Brücken, wenn wir wollen!



4. September

Über das Da sein


Es macht mich sehr glücklich, einfach da zu sein mit den Menschen, die kaum da schon wieder weiter fahrn. Gestern Abend haben wir uns bei der Kleiderkammer schon kennengelernt. Heute begrüßen wir uns freudig und fröhlich im Sonnenschein des Paralleluniversums Wilhelm-Busch-Straße, die sich einmal wieder in den Bayreuther Fernbusbahnhof verwandelt, mit Menschen aus Afghanistan und Syrien und Pakistan und Irak und … ich weiß nicht woher heute noch. ‚Assalam-waleikum‘s und ‚kiifak?‘s werden ausgetauscht. Es geht ihnen gut, sie strahlen, die Kinder strahlen immer noch über ihre neuen Fußbälle, die sie gestern geschenkt bekommen haben. Wir fangen gleich an zu spielen und rumzublödeln nachdem alle Erwachsenen begrüßt wurden. Wie viel Spaß es macht, einfach mit diesem kleinen Jungen aus Syrien mit den großen Torwarthandschuhen seinen Fußball hin und her zu werden. Er strahlt jedes Mal mehr, je ausgefallener meine Wurfspünge werden, die er gleich darauf nachmacht. Dankbarkeit in meinem Herzen, dass ich grade hier sein darf, bei ihm, den Menschen, in der Sonne, die die Schrammen und Blessuren von der Flucht in seinem Gesicht erleuchten. Wir sind da. Unsere Welt erhellt.


Dann kommt der Bus. Eine Traube von Menschen bildet sich, um die Eingangstür, wo die Liste mit den Namen verlesen wird. Und ich erinnere mich wieder, dass die Menschen ja gar nicht wissen, wo sie grade sind, wo es hingehen wird, was sie erwartet, welche Schritte, wie lange es dauert, bis sie eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen und ihr Asylantrag durchgearbeitet wurde. Ich nutze den Moment und erkläre in meinem kleinen Arabisch, was ich weiß und erklären kann. Dass sie in Bayreuth nur kurz sind und dann im nächsten Camp (entweder auch in Bayern oder eine anderen Bundesland) wahrscheinlich länger bleiben werden, weil dort dann die medizinischen Untersuchungen und weitere Interviews stattfinden werden. Dass ich aber nicht weiß, ob das für sie 2 Wochen oder 2 Monate dauert, aber maximal ein halbes Jahr laut Gesetz. Wann die Kinder zur Schule gehen können, wollen sie wissen. Ich weiß es nicht. Aber sie freuen sich, dass sie jetzt wenigstens eine kleine Ahnung haben, was sie in der nächsten Zeit erwartet. Und ich merke, wie wichtig allein diese kleinen Momente sind. Momente der Begegnung, des Austauschs, des Informierens.


Als der Bus abfährt winken Kinderhände und Erwachsenenhände zum Abschied. Menschen strahlen. Ich strahle. Fiona und Philipp kamen auch vorbei, auch sie strahlen. Mein Brustkorb fühlt sich weit an und gefüllt von Dankbarkeit und Freude, diesen Menschen begegnet zu sein, Freunde des Moments geworden zu sein und sie mit einem guten Gefühl auf den nächsten Teil ihrer meist schon sehr langen und strapaziösen Reise gehen zu sehen. Sie haben mir gesagt, dass sie sehr froh sind endlich hier zu sein.




Schutz und Sicherheit für Aaminas Kinder - Helfen Sie mit! 

 

Aamina trägt ein oliv grünes Kopftuch, passend dazu ein bodenlanges geblümtes Kleid mit langen Ärmeln. Ähnlich wie auch die anderen somalischen Frauen im Raum sitzt sie entspannt auf einem Sofa und beobachtet das Mensch-ärgere-dich-nicht Spiel, das vier Männer auf dem Boden in der Mitte des Zimmers spielen. Aamina drückt mir eine heiße Tasse süßen Gewürztees in die Hand und schenkt allen nach. Dann fängt sie an zu erzählen – über sich, über ihre aktuelle Situation und über ihre Familie, die noch in Somalia ist. Während sie spricht streicht sie sich immer wieder über den gewölbten Bauch. Aamina ist im achten Monat schwanger.

 

 


Dinsor liegt östlich von Baidoa. Quelle: Wikipedia
Dinsor liegt östlich von Baidoa. Quelle: Wikipedia

Aamnia benötige Unterstützung da die Stadt in der ihre Familie lebte zwischen die Fronten einer bewaffneten Auseinandersetzung zwischen der Al-Shabaab Milizen und der AMISOM Soldaten geraten ist. 


Die Kleinstadt heißt Diinsoor und liegt in der Bay Region. Bis vor etwa 4 Wochen lebten ihre sieben Kinder, die sie zurücklassen musste als sie zur Flucht gezwungen war, gemeinsam mit Aminas Mutter und ihrem Vater. Ihre Mutter war Subsistenz Landwirtin, ihr Vater arbeitete als Lehrer in der lokalen Schule. Bereits zu dieser Zeit war das Leben in Diinsor geprägt von den Unruhen und den Zwängen der Al-Shabaab Milizen, die die lokale Bevölkerung kontrollierten und drangsalierten. Immer wieder kam es zu öffentlichen Exekutionen, Amputationen und Auspeitschungen von angeblich regierungstreuen Bürgern der Stadt durch die Al-Shabaab Milizionäre.

 

Quelle: Daily Nation
Quelle: Daily Nation

Nach den gewaltsamen Auseinandersetzungen der Friedensmission und den radikal islamischen Terrormilizen floh Aaminas Familie nach Mogadishu, der Hauptstadt Somalias, die dem Einfluss der Regierung unterliegt. Auch dort kommt es zwar immer wieder zu Anschlägen auf Regierungsmitarbeiter oder Mitglieder internationaler Organisationen, die Zivilgesellschaft wird jedoch weitestgehend verschont. Die Familie ist dort in Sicherheit vor Gewaltanschlägen, allerdings stehen sie vor dem Nichts. Sie konnten auf der Flucht kaum etwas mitnehmen, weder Kleidung noch Alltagsgegenstände. Einen funktionierenden Arbeitsmarkt auf dem die Eltern schnell Fuß fassen könnten gibt es nicht. Zunächst ist die Familie bei Aaminas Bruder, seiner Frau und ihren 5 Kindern in einer 2 Zimmerwohnung untergekommen. Auf Dauer ist diese Situation jedoch nicht tragbar. Es mangelt am Notwendigsten: Nahrungsmitteln, Hygieneartikel und Kleidung.

 

„Meine Kinder schlafen auf dem bloßen Boden. Matratzen gibt es nicht, auch keine Matten oder Decken. Am Telefon haben sie mir erzählt, dass ihre Haut juckt und sie teilweise einen schmerzhaften Ausschlag bekommen haben.“

 

Ein Zurück in die Heimatstadt ist zu diesem Zeitpunkt unter keinen Umständen möglich, denn die Lage in Diinsoor bleibt weiter angespannt. Es gibt Drohungen der Al-Shabaab, die sich an die Menschen richten, die geflohen sind. Verräter würden grausam bestraft und brutal getötet werden. Aaminas Angst gilt vor allem dem Wohl ihrer Töchter. Immer wieder machen Geschichten über Vergewaltigungen die Runde und dies gleichermaßen von UN-Soldaten und Al-Shabaab Kämpfern. 

 

 

Aamina erzählt all dies eindringlich. Wichtige Textpassagen unterstreicht sie mit einer kurzen Handbewegung. Es ist als ob das restliche Geschehen im Raum in den Hintergrund tritt. Die Männer hören auf zu spielen und packen das Spielbrett weg. Sie verlassen den Raum. Eine Frau holt einen blau gemusterten Gebetsteppich hervor und beginnt das Nachmittagsgebet, nach ihr wiederholt eine andere Frau das ganze. Aamina bleibt sitzen. Sie ist zum Ende ihrer Beschreibung gekommen, blickt mir tief in die Augen um sich zu versichern, dass ich verstanden habe um was es ihr geht. 

 

Zu ihrer Person:

Wer Aamina kennenlernt erahnt nicht, was sie bereits durchgestanden hat oder welchen Herausforderungen sie heute begegnet. Sie ist voller positiver Energie und strahlt eine unglaubliche Stärke bei gleichzeitiger Sanftmütigkeit aus. Seit ihrer Ankunft in Bayreuth ist sie im Rahmen von Bunt statt Braun engagiert. So wurde sie bereits im April 2011 Teil einer Deutsch-Somalischen Frauengruppe, welche sich regelmäßig zum kulturellen und sozialen Austausch traf. Dort konnte sie ihre Deutsch Kenntnisse erweitern und lang anhaltende Freundschaften aufbauen. Gleichzeitig traf sie sich ebenfalls regelmäßig mit anderen Frauen (Geflüchteten und Bayreutherinnen) im Kreis eines offenen Frauen-Cafés. Aamina half regelmäßig bei Festen von Bunt statt Braun, indem sie die Vorbereitungen sowie die Herstellung kulinarischer Köstlichkeiten organisierte. Um ihre Sprachkenntnisse zu verbessern ging sie eine Patenschaft mit einer Studentin ein, mit der sie sich wöchentlich traf. Ihre Deutschkenntnisse verbesserten sich zunehmend so, dass sie heute als eine von wenigen Somalierinnen in Bayreuth ehrenamtliche Übersetzungsdienste für die Regierung von Oberfranken, aber auch das Klinikum Bayreuth übernimmt.

 

Sie absolvierte bereits diverse Praktika im Bereich der Altenpflege und arbeite in den letzen Monaten als Küchenhelferin in einem Seniorenzentrum. Dort möchte sie nach dem Mutterschutz eine Ausbildung zur Altenpflegerin absolvieren.

 

 

Aamina ist eine sehr hilfsbereite, unterstützende und ihren Gegenüber ermächtigende Frau. Sie hat stets ein offenes Ohr für die Belange und Probleme der Menschen in ihrem Umfeld. Besonders von Mitliedern der Somalischen Gemeinschaft in Bayreuth wird sie dafür hoch geschätzt. So ist sie unter anderem eine wichtige Ansprech- und Vertrauensperson für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus ihrem Heimatland, die in Bayreuth in der Jugendhilfeeinrichtung Condrobs e.V. untergebracht sind.

 

Aamina ist aber auch ein wichtiger Teil der Bayreuther Gesellschaft geworden weshalb ihre Situation uns allen sehr nahe geht. Was geschehen ist, liegt außerhalb ihres Einflussbereiches. Jeder Mensch kann durch eine Verkettung unerwarteter Ereignisse in eine Situation geraten in der er oder sie Unterstützung benötigt. Bei Aamina ist es ein politischer Konflikt, der seit Jahren vor sich hinschwelte und durch seine Eruption nun ihre Familie, ihre Kinder in eine Notlage gebracht hat, während sie durch ihre fortgeschrittene Schwangerschaft nicht sofort aktiv darauf reagieren kann. Deswegen haben wir uns entschlossen uns für sie einzusetzen und ihr die Unterstützung teil werden zu lassen, die sie ihren Mitmenschen seit Jahren zukommen lässt.

 

 

Unsere Ziele: 

Als kurzfristiges Ziel gilt es nun die Situation der Familie in Somalia zu stabilisieren. Das bedeutet das Anmieten einer Wohnmöglichkeit (ein günstigeres Wellblechhaus ist für etwa 90 € monatlich zu haben), die grundlegende Ausstattung zu beschaffen (Schlafmöglichkeiten, Küchenutensilien, usw.), eine Grundausstattung an Kleidung und die Versorgung mit Nahrungsmitteln zu sichern –bzw. für die kommenden Wochen sicher zustellen. Auf Basis der aktuellen Preise in Mogadishu gehen wir von Kosten von 800 € für die nächsten 3 Monate aus.


Langfristiges Ziel kann nur der Familiennachzug der Kinder zu ihrer Mutter sein. Dies ist ein aufwendiges rechtliches und bürokratisches Verfahren, zudem nötige Strukturen in Somalia kaum existieren. Dennoch gibt es Möglichkeiten, über die wir Aamina von einem spezialisierten Fachanwalt informieren und beraten lassen möchten. Eine Erst-Beratung (inklusive Fahrtkosten nach München) liegen bei weiteren 200 €.

 

Über crowdfunding, also der Sammlung von Spenden über das Internet bei dem eine Vielzahl von Menschen kleinere oder größere Beträge beisteuert, möchten wir das von uns gesteckte Ziel von 1000€ erreichen. Damit wäre eine Nothilfe für die Kinder sichergestellt und eine anwaltliche Beratung von einem Spezialisten möglich. 

 

 

"Aamina" bedeutet "Sicherheit" auf arabisch. Unterstützen Sie sie dabei, die Sicherheit, die Aamina in Bayreuth fand auch für ihre Kinder wahr werden zu lassen! 


Spenden bitte unter Angabe des Verwendungszweckes "Aamina" an:

Bunt statt Braun, Gemeinsam stark für Flüchtlinge

BIC: GENODEF1S06

IBAN: DE67 7609 0500 0003 8954 40


oder auf der crowdfunding Seite betterplace.org. Dort kann auch per Paypal oder Kreditkarte ein Beitrag geleistet werden : 

https://www.betterplace.org/de/projects/33904-schutz-und-sicherheit-fur-aaminas-kinder-unterstutzen-sie-sie 




 ***Spendenquittungen können in diesem Einzelfall leider nicht ausgestellt werden.***


Interkulturelles Straßenfest zur Eröffnung des Tekirdag-Platzes

 

Eine Herzliche Einladung zum Eröffnungsfest des Tekirdag-Platzes

an alle die Lust haben interkulturellen Austausch und Begegnung in Bayreuth zu leben!

 

Diesen Mittwoch 16. September von 11 – 17 Uhr bietet die Eröffnungsfeier des schicken neuen Platzes, der nach der türkischen Partnerstadt Bayreuths benannt ist, beste Gelegenheit dazu!

 

Wir wollen ein buntes Bayreuth feiern und Menschen, die hier wohnen, für kurz oder lang, von nah oder fern, die Chance geben sich näher kennen zu lernen. Ur-Bayreuther*innen und Neu-Bayreuther*innen aus der ganzen Welt können bei Leberkäs im Fladenbrot und Döner in der Brezel (alles Halal), Getränken und Attraktionen für Kinder ins Gespräch kommen und bei diesem Fest für Toleranz und gute Nachbarschaft ein Zeichen setzen für ein buntes und willkommen heißendes Bayreuth.

 

Alles wird kostenlos sein und die Spenden kommen Bunt statt Braun zu Gute.

 

Um 11 Uhr werden die Oberbürgermeisterin und eine Delegation der türkischen Partnerstadt den Platz an der Brandenburger Apotheke, Brandenburgerstraße 24 (auf dem Weg vom Bahnhof zur St. Georgener Innenstadt) offiziell eröffnen und damit den Startschuss geben für das bunte Miteinander.

 

Also wer Lust hat möge vorbei kommen und seinen Freunden, Bekannten, Sprachpat*innen, Nachhilfe Schüler*innen und Familienpatenschaften Bescheid sagen und mit ihnen zum gemeinsamem Mittagessen kommen!



Wir freuen uns auf euch!


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Und an alle motivierten Menschen Bayreuths, die uns gerne noch unterstützen mögen:

Wir suchen tatkräftige Mitmacher*innen, die

 

  • Geflüchtete aus der Bernecker-Straße abzuholen und zu Fuß zum Fest zu begleiten
  • Geflüchtete aus der Wilhelm-Busch-Straße in von der Stadt bereitgestellten Bussen zu begleiten
  • --> Es wäre in beiden Fällen gut frühzeitig dort zu sein, um die Menschen zu mobilisieren und ihnen Zeit zu geben sich vorzubereiten, wenn sie mitkommen möchten. Es wird hoffentlich ab heute Aushänge geben in Deutsch, Arabisch und Englisch, aber aufgrund der hohen Fluktuation, werden es voraussichtlich noch nicht viele Menschen wissen.
  • den Bunt statt Braun stand mit Helium Luftballons für Kinder und Informationen betreuen

Für die bessere Planung tragt euch bitte hier verbindlich ein um zu helfen.
Hier geht's zum (neuen) Dudle: https://dudle.inf.tu-dresden.de/wbp9kmiu/

 

Vielen Dank für Eure Unterstützung, gemeinsam können wir ein buntes Fest und eine tolle Idee noch bunter und farbenfroher werden lassen!! :)



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