Angespannte Lage in der Bettenführenden Rast

Es ist ein politisches Problem



Liebe Menschen,
wie jede Woche waren wir auch heute vor Ort in der Wilhelm-Busch-Straße und haben die Leute besucht, die in der Bettenführenden Rast untergebracht sind. Glücklicherweise konnten nun, nach einem relativ kalten Wochenende, alle Geflüchteten aus den provisorischen Zelten in Zimmer der Gemeinschaftsunterkunft umziehen.

Dankeschön!
Wir möchten uns herzlich für die große Hilfsbereitschaft der Bayreuther_innen bedanken, die mit warmer Kleidung, Decken, Schlafsäcken, Isomatten, Tee und Kaffee vorbei gekommen sind und damit ein Zeichen des Mitgefühls gezeigt haben.

 

Nächstes Treffen
Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden auch in den folgenden Tagen und Wochen immer wieder eine Vielzahl anGeflüchtete nach Bayreuth geschickt um hier für eine Weile zu bleiben, bis sie eine längerfristige Unterkunft zugewiesen bekommen. Je nach dem, werden auch dann wieder Spenden materieller und finanzieller Art benötigt. Wir werden hier über unser weiteres Vorgehen berichten. Wann sich die Willkommensgruppe trifft kannst du unter der Rubrik Termine nachschauen.

Jedoch möchten wir auch darauf hinweisen, dass die Hilfe, die den einzelnen Geflüchteten über die Schwierigkeiten der aktuellen Notsituation hinweghelfen, sie wärmen und vielleicht auch das Gefühl vermitteln nicht komplett alleingelassen zu werden, bei weitem nicht reichen.

Es ist ein politisches Problem
Dass die Menschen in den Zelten frieren heißt nicht, dass nicht genug Decken da sind genauso wenig bedeutet die Existenz der Zelte nicht, dass es nicht genug Betten in der Wilhelm-Busch-Straße gibt - Das Ganze ist Ausdruck der fehlgeleiteten Asyl-Politik an der Bayern so vehement festhält und mit der es offensichtlich  komplett überfordert ist.

"Die strikte Lagerpflicht für Flüchtlinge ist eine bayerische Spezialität, nur wenige Bundesländer können bei der rigiden Ausgrenzung von Flüchtlingen mithalten. Das Bayerische Landesaufnahmegesetz vom 24.04.2002 (AufnG) verschärfte noch das bundesgesetzliche Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG), das es vielen Landkreisen in der Bundesrepublik ermöglicht, Flüchtlinge dezentral in Wohnungen unterzubringen." (Bayerischer Flüchtlingsrat)

Andere Bundesländern haben bereits Alternativen gefunden. Nun wird es auch in Bayern Zeit umzudenken statt Menschen umzuverteilen, das Problem der Unterbringung hin und herzuschieben und im Falle der Bettenführenden Rast aufzuschieben.

 

Wir fordern ein Ende der menschenunwürdigen Lagerpflicht.

Bis es soweit ist, werden wir weiterhin versuchen die groben Schnitzer, die in der "Planung" gemacht wurden, zumindest auf humanitärer Ebene auszugleichen so, dass wenigstens nicht schutzbedürftige Menschen daran leiden müssen. Wir freuen uns auf euer Kommen!